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Klärschlamm

Klärschlamm ist der bei der Reinigung von kommunalem Abwasser insbesondere aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen anfallende Schlamm. Er besteht aus Wasser und Feststoffen. In der Kläranlage erfolgt die Behandlung des Schlammes in verschiedenen Verfahrensschritten solange, bis die Beschaffenheit für den jeweiligen Entsorgungsweg erreicht ist.

Als Entsorgungswege für Klärschlämme sind folgende Möglichkeiten vorhanden:

  • Stoffliche Verwertung
    • direkte Ausbringung in der Landwirtschaft oder im Landschaftsbau
    • Abgabe zur Kompostierung mit anschließender landwirtschaftlicher oder landschaftsbaulicher Verwertung
    • sonstige Behandlung mit anschließender landwirtschaftlicher oder  landschaftsbaulicher Verwertung
  • Thermische Behandlung (Mono- und Mitverbrennung)
  • Mitbehandlung in anderen Kläranlagen
  • Deponierung nur nach Vorbehandlung


In Abhängigkeit des Entsorgungsweges sind folgende rechtliche Regelungen zu beachten:

  • Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
  • Düngegesetz (DüG)
  • Düngemittelverordnung (DüMV)
  • Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG)
  • Bundes-Bodenschutz-u. Altlastenverordnung (BBodSchV)
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
  • Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe (17. BImSchV)
  • Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechtes, Artikel 1 - Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverordnung - DepV)

Auskunft über die Entwicklung des Aufkommens an Klärschlämmen und die aktuellen Entsorgungswege im Land Sachsen-Anhalt gibt der Klärschlammbericht 2008.

Aufkommen und Entsorgung kommunaler Klärschlämme im Land Sachsen-Anhalt“ (pdf-Datei, 64 KB)

Kommunaler Klärschlamm wird auf Grund der möglichen Vielzahl enthaltener Substanzen bzgl. der stofflichen Verwertung in der Landwirtschaft immer wieder kritisch diskutiert. Im Hinblick auf einen vorsorgeorientierten Boden- und Verbraucherschutz wurden in Sachsen-Anhalt im Auftrag des Landesamtes für Umweltschutz Untersuchungen ausgewählter Kläranlagen auf die ausschließlich anthropogen eingetragenen Perfluorierten Tenside (PFT) durchgeführt. Die Ergebnisse werden in dem Bericht „Untersuchungen zur Hintergrund-belastung kommunaler Klärschlämme mit Perfluorierten Tensiden (PFT) in Sachsen-Anhalt 2008“ vorgestellt.

Untersuchungen zur Hintergrundbelastung kommunaler Klärschlämme mit Perfluorierten Tensiden (PFT) in Sachsen-Anhalt 2008“ (pdf-Datei, 873 KB)

letzte Aktualisierung: 12/2009