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Streuobstwiesen müssen gefördert und bewirtschaftet werden

Rund 50 Interessierte informierten sich auf einer Tagung am 17. Oktober zu Streuobstwiesen in Sachsen-Anhalt. Referenten aus ganz Deutschland erläuterten dabei die Themen Naturschutz und Kartierung, Sortenvielfalt, Pflanzenschutz und Düngung. Auch aktuelle Fördermöglichkeiten durch das Land Sachsen-Anhalt wurden vorgestellt. So können z.B. Landwirtinnen und Landwirte eine Unterstützung im Rahmen des Programms „Förderung extensiv genutzter Obstbestände“ von 6,50 € pro Hochstammobstbaum erhalten oder gemeinnützige Vereine Mittel für die Pflege von Splitterflächen beantragen. Die Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesen sind in der Broschüre „Förderleitfaden für Streuobstwiesen“ zusammenfasst, die alle Teilnehmer kostenlos mitnehmen konnten. Abschließend wurden Beispiele für einen wirtschaftlichen Betrieb und die Vermarktung der Obstprodukte vorstellt.

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Claudia Dalbert nannte in ihrem Grußwort den vielfältigen Nutzen von Streuobstwiesen als artenreiche Biotope, Genressourcen, Bildungsorte oder touristische Ziele und ergänzte: „Streuobstwiesen sind Relikte extensiver Landbewirtschaftung in einer weitergehend überformten Kulturlandschaft. Diese gilt es zu erhalten und wenn möglich zu mehren.“

Die Tagung wurde vom Landesamt für Umweltschutz und der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt veranstaltet und fand aufgrund der aktuellen Hygienebestimmungen mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Da es mehr Anmeldungen als Plätze gab, ist beabsichtigt die Tagung im kommenden Frühjahr zu wiederholen. Ein Publikation mit dem Titel „Untersuchungen zu den Arten der Streuobstwiesen“ wurde im Frühjahr vom Landesamt für Umweltschutz veröffentlicht und steht Interessierten online zur Verfügung:  lau.sachsen-anhalt.de/bdl