Bekannt gegebene Stellen

Nach den Regelungen im Immissionsschutz müssen bestimmte Ermittlungen durch sachverständige Institute, deren  fachliche Qualifikation regelmäßig überprüft wird,  durchgeführt werden. Der Begriff Ermittlungen umfasst hier diejenigen Tätigkeiten, die durch Stellen im Sinne des § 29b BImSchG durchgeführt werden. Diese reichen von Emissionsmessungen über die Kalibrierung von Messeinrichtungen, die an Anlagen, die hohe Schadstoffmassen emittieren, eingesetzt werden bis hin zu Prüfungen von Messeinrichtungen, die seitens der Schornsteinfeger für Messungen genutzt werden. Im Bereich der Emissionsüberwachung unterscheidet man

Bevor die Stellen gesetzlich vorgeschriebene Ermittlungen ausführen dürfen, müssen sie, für definierte Aufgabenbereiche (Kombination von Tätigkeitsbereichen und Stoffbereichen) nach § 29b BImSchG amtlich bekannt gegeben werden. Die 41. BImSchV (Bekanntgabeverordnung) konkretisiert die im neu erlassenen § 29b des Bundes-Immissionsschutzgesetzes getroffenen Vorgaben, regelt das Bekanntgabeverfahren und stellt Anforderungen an die Stellen. Um Ermittlungen und Prüfungen mit ausreichender Qualität durchführen zu können, müssen die Stellen, die diese durchführen, in ausreichendem Umfang über fachkundiges Personal und über das technische und räumliche Equipment entsprechend dem Stand der Messtechnik verfügen. Insbesondere muss das Personal mit diesen Tätigkeiten nicht nur gelegentlich, sondern hauptberuflich beschäftigt sein. Fachkundeanforderungen und Anforderungen an die gerätetechnische Ausstattung sind in den technischen Normen 

  • DIN EN ISO/IEC 17025, Ausgabe August 2005 mit Berichtigungen vom Mai 2007
  • VDI-Richtlinie 4220, Ausgabe April 2011
  • VDI-Richtlinie 4208 Blatt 2, Ausgabe Oktober 2011
  • DIN 45688, Ausgabe April 2005 festgelegt.

Das LAU ist in Sachsen-Anhalt die für die Bekanntgabe von Stellen zuständige Behörde.

Informationen zum Verfahren der Bekanntgabe erhalten Sie hier.

letzte Aktualisierung: 02.12.2016