Lärmaktionsplanung innerhalb der 3. Stufe der EU-Lärmkartierung

Bis zum 18.07.2018 sollten, durch die besonders von Umgebungslärm betroffenen Kommunen, so genannte Aktionspläne zur Minderung des Lärms im Rahmen der 3. Stufe der EU-Lärmkartierung erarbeitet werden. Dabei war und ist eine umfassende Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung dieser Aktionspläne wesentliches Ziel der EU-Lärmkartierung. Diese Übersichtskarte zeigt Ihnen, ob auch Ihre Stadt/Gemeinde zur Prüfung der Aufstellung eines Lärmaktionsplanes an Hauptverkehrsstraßen verpflichtet war oder ist. Momentan liegen dem LAU Sachsen-Anhalt 33 von 57 Zusammenfassungen der Lärmaktionsplanung an Hauptverkehrsstraßen vor. Zusätzlich erfolgen aktuell noch die Überprüfung/Fortschreibung der Lärmaktionspläne für die Ballungsräume Halle und Magdeburg.  

Die 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung an Hauptverkehrsstraßen im Rahmen der Umsetzung der 3. Stufe der EU-Umgebungslärmrichtlinie wurde am 30.11.2017 beendet. Weitere Informationen finden Sie hier .

Wie es in Sachsen-Anhalt mit der Lärmaktionsplanung sowie der Sicherstellung des Schutzes so genannter "Ruhiger Gebiete" weitergehen sollte, wurde auf dieser Informationsveranstaltung am 26.04.2016 in Magdeburg kontrovers diskutiert.

Anregungen zur Ausweisung so genannter "Ruhiger Gebiete" können diesem Bericht entnommen werden. Vertiefende (englischsprachige) Informationen über die "Ruhige Gebiete" finden Sie hier.

 

Abschließende allgemeine Hinweise zu den Möglichkeiten des Schutzes vor Lärm an bestehenden Straßen:

Gemäß geltenden gesetzlichen Reglungen besteht in Deutschland kein Anspruch auf den Schutz vor Lärm an bestehenden Verkehrswegen. Jedoch werden im Rahmen von freiwilligen Lärmsanierungsprogrammen des Bundes und der Länder an bestehenden Verkehrswegen (Straßen- und Schienenstrecken) umfangreiche finanzielle Mittel bereitgestellt, um auch den betroffenen Einwohnern an diesen Verkehrswegen die Lebensqualität zu verbessern. Im Wesentlichen kommen dabei Maßnahmen zur Sanierung der Straßenoberflächen (Beläge), Maßnahmen des aktiven Schallschutzes durch den Bau von Schallschutzwänden und –wällen und im Einzelfall passive Schallschutzmaßnahmen, wie z.B. Schallschutzfenster zum Einsatz. Verkehrsorganisatorische Maßnahmen, wie Lkw-Fahrverbote oder –Beschränkungen (teilweise auch nur nachts) oder Geschwindigkeitsreduzierungen sowie die Planungen zum Bau von Ortsumgehungstraßen runden die Möglichkeiten des Schutzes der Bürger vor schädlichem Straßenverkehrslärm ab. Die Umsetzung aller Vorschläge Ihrer Stadt/Gemeinde zu baulichen und verkehrsorganisatorischen Maßnahmen kann nur im Einvernehmen mit der unteren und oberen Verkehrsbehörde, der Landesstraßenbaubehörde und dem Landesverwaltungsamt erfolgen.  

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letzte Aktualisierung: 11/2018

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Ansprechpartner Lärm

 

Tag gegen Lärm 2018

 

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