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Artenschutzrechtliche Verbote

1. Allgemeine Schutzvorschriften

Zum Schutz der wild lebenden Tiere und Pflanzen und deren Lebensstätten wurden in § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) allgemeine Zugriffs- und Störverbote festgelegt. Ausnahmen davon wie die Handstraußregelung und die genehmigungsabhängige gewerbsmäßige Entnahme wildlebender Pflanzen sind in § 39 Absätze 3 und 4 BNatSchG gefasst. § 39 Absatz 5 enthält Regelungen zum Schutz bestimmter Landschaftsstrukturen, die regelmäßig wichtige Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten beinhalten.

Aussetzungs- und Ansiedlungsverbote für gebietsfremde Arten regelt § 40 BNatSchG.

Ein Verbot zum Fallenfang sowie zu weiteren verbotenen Handlungen, Verfahren und Geräten enthält § 4 Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

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2. Besondere Schutzvorschriften

Für alle besonders geschützten und streng geschützten Arten gelten über den allgemeinen Schutz hinausgehend die folgenden einschlägigen Verbote.

Artenschutzrechtliche VerboteRechtliche Grundlagen
Naturentnahmeverbot§ 44 Absatz 1 Nr. 1, 3 und 4 BNatSchG
Störverbot§ 44 Absatz 1 Nr. 2 BNatSchG
Besitzverbot§ 44 Absatz 2 Nr. 1 BNatSchG
VermarktungsverbotArtikel 8 Absätze 1 und 5 EG-VO Nr. 338/97 sowie
§ 44 Absatz 2 Nr. 2 BNatSchG
Verbot der Ein- und Ausfuhr ohne GenehmigungArtikel 4 und 5 EG-VO Nr. 338/97 sowie
§ 45 Absatz 1 BNatSchG

Letzte Aktualisierung: 11.07.2019

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Informationen

Weitere Hinweise sind in den nachfolgenden Fachinformationen sowie unter Artenschutzrechtliche
Informationsschriften
zu finden.

Die Umsetzung des Internationalen Artenschutzes in Sachsen-Anhalt - Fachinformation Nr. 7/2006 (627 KB, nicht barrierefrei)

Tote geschützte Tiere in Sachsen-Anhalt Fachinformation Nr. 1/2015 (254 KB, nicht barrierefrei)

Informationen zum Artenschutz für den Zoofachhandel Fachinformation Nr. 3/2005 (524 KB, nicht barrierefrei)