Lebensraumtypen (LRT) nach Anhang I der FFH-Richtlinie in Sachsen-Anhalt

Salzwiese
Salzwiese

1340 * Salzwiesen im Binnenland
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Jens Stolle

Zum Lebensraumtyp (LRT) zählen natürliche Binnensalzstellen mit ihrem gesamten Lebensraumkomplex sowie anthropogene, naturnah ausgebildete Salzstellen in den Gebieten, in denen primäre Vorkommen zerstört sind. Weiter lesen

Foto: Salzwiese mit Ästigem Queller (Salicornia ramosissima) und Strand-Aster (Aster tripolium) im FFH-Gebiet Sülzetal bei Sülldorf (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Heidekraut
Heidekraut

2310 Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista
Urs Jäger

Niedrige bis mittelhohe, meist lückige Zwergstrauchgesellschaften, die auf entkalkten oder kalkarmen Binnendünen vorkommen. Oft ist eine gut ausgebildete Kryptogamenschicht vorhanden. Weiter lesen

Foto: Heidekraut (Calluna vulgaris) auf einer Binnendüne im FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Silbergras-Pionierrasen
Silbergras-Pionierrasen

2330 Dünen mit offenen Grasflächen mit Corynephorus und Agrostis
Urs Jäger

Niederwüchsige, meist sehr lückige Grasfluren, die auf bodensauren Binnendünen vorkommen. Zwischen den Grashorsten sind oft Strauchflechtendecken entwickelt, die als eigene Gesellschaften aufgefasst werden können. Weiter lesen

Foto: Silbergras-Pionierrasen auf einer Binnendüne im FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Abb. 1
Abb. 1
Abb. 2
Abb. 2

3130 Oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Vegetation der Littorelletea uniflorae und/oder der Isoëto-Nanojuncetea
Kerstin Reißmann & Dieter Frank

Der Lebensraumtyp 3130 umfasst nährstoff- und basenarme Seen, Weiher, Sölle, Altwasser und Teiche, deren Ufer auch periodisch trockenfallen können. Weiter lesen

Abb. 1: Austrocknende Schlammfluren mit Zwergbinsengesellschaften (Isoëto-Nanojuncetea). Im Hintergrund am Rand des permanenten Gewässers Strandlings-Gesellschaften (Littorelletea) als grüner Streifen zu erkennen.
Ausreißerteich, 14.7.2006 (U. Schröder-Trost)

Abb. 2: Nach längerer Überstauung können sich auch ausdauernde Arten wie die an der rötlichen Färbung zu erkennende Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus) auf den ehemaligen Schlammflächen (vgl. Abb. 1) entwickeln.
Ausreißerteich, 20.9.2007 (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Nährstoffarme basenreiche Abgrabungsgewässer
Nährstoffarme basenreiche Abgrabungsgewässer

3140 Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen (Characeae)
Dieter Frank & Kerstin Reißmann

Zu dem Lebensraumtyp zählen Stillgewässer mit nährstoffarmem bis mäßig nährstoffreichem sowie basenreichem Wasser und einer vorwiegend oder ausschließlich von Armleuchteralgen gebildeten submersen Vegetation (Charetalia hispidae). Weiter lesen

Foto: Nährstoffarme basenreiche Abgrabungsgewässer bei Teutschenthal, 15.5.2006
(D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Eutropher See
Eutropher See

3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions
Urs Jäger; Kerstin Reißmann

Dieser Lebensraumtyp umfasst nährstoffreiche Seen, Weiher und Altwässer mit üppiger, mehrschichtiger sowie artenreicher Wasservegetation einschließlich ihrer Ufervegetation. Weiter lesen

Foto: Eutropher See im FFH-Gebiet Untere Muldeaue (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Dystropher See
Dystropher See

3160 Dystrophe Seen und Teiche
Urs Jäger; Kerstin Reißmann

Dystrophe Stillgewässer sind huminsäurereiche Kleingewässer wie Moorkolke, Moorseen, alte, sich naturnah entwickelnde Torfstichgewässer, größere Hochmoorschlenken sowie dystrophe Teiche mit und ohne Schwingrasengürtel. Weiter lesen

Foto: Dystropher See im FFH-Gebiet Mahlpfuhler Fenn (S. Ellermann, 1992)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Trockengefallener periodischer See
Trockengefallener periodischer See

3180 * Turloughs
* Prioritär zu schützender Lebensraum

Kerstin Reißmann

Dieser Lebensraumtyp beinhaltet temporär wasserführende Karstseen inklusive periodisch wasserführender Erdfallseen. Die Gewässer bilden sich in Dolinen und Poljen, die über sogenannte Ponore (Schlucklöcher) mit zeitweise wasserführenden unterirdischen Hohlräumen verbunden sind. Weiter lesen

Foto: Trockengefallener periodischer See (Bauerngraben) (S. Ellermann, 1988)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Hackpfüffeler See
Hackpfüffeler See

3190 Gipskarstseen auf gipshaltigem Untergrund
Dieter Frank

Als Gipskarstseen auf gipshaltigem Untergrund werden permanent wasserführende Seen in aktiven Gipskarstgebieten bezeichnet, die durch große Schwankungen des Wasserspiegels, hohe Konzentrationen von Ca2+- und SO2--Ionen und oft durch die Ausbildung spezifischer Plankton- Lebensgemeinschaften gekennzeichnet sind. Weiter lesen

Foto: Hackpfüffeler See, 13.7.2007 (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Mulde mit Vegetation des Flutenden Wasserhahnenfuß
Mulde mit Vegetation des Flutenden Wasserhahnenfuß

3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitrichio-Batrachion
Urs Jäger; Kerstin Reißmann; Jens Peterson

Dieser Lebensraumtyp beinhaltet Fließgewässer, die durch das Vorkommen von flutender Wasserpflanzenvegetation des Verbandes des Ranunculion fluitantis gekennzeichnet sind. Weiter lesen

Foto: Mulde mit Vegetation des Flutenden Wasserhahnenfuß (Ranunculus fluitans) im FFH-Gebiet Untere Muldeaue (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Schlammiger Flussuferbereich mit aufkeimender Annuellenvegetation
Schlammiger Flussuferbereich mit aufkeimender Annuellenvegetation

3270 Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodion rubri p.p. und des Bidention p.p.
Urs Jäger; Kerstin Reißmann; Jens Peterson

Der LRT umfasst langsam fließende Tieflandgewässer mit geringem Gefälle und i.d.R. mit ausgeprägter Mäanderbildung. Kennzeichnend ist das Vorkommen von einjähriger Vegetation (Pioniervegetation) auf zeitweise trockenfallenden schlammigen Ufern an Flüssen (Bidention p.p., Chenopodion rubri p.p.). Weiter lesen

Foto: Schlammiger Flussuferbereich mit aufkeimender Annuellenvegetation im FFH-Gebiet Saale-, Elster-, Luppe-Aue zwischen Merseburg und Halle (S. Ellermann, 1991)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Glocken-Heide
Glocken-Heide

4010 Feuchte Heidegebiete des nordatlantischen Raumes mit Erica tetralix
Urs Jäger & Jörg Schuboth

Zum Lebensraumtyp zählen feuchte Zwergstrauchheiden und Heidevermoorungen im nordatlantischen und mitteleuropäischen Raum, die durch Dominanz der Glockenheide (Erica tetralix) bestimmt werden. Weiter lesen

Foto: Glocken-Heide (Erica tetralix). Jävenitzer Moor, 19.7.2006. (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Trockene Zwergstrauchheide mit Heidekraut
Trockene Zwergstrauchheide mit Heidekraut

4030 Trockene europäische Heiden
Urs Jäger

Der LRT beinhaltet azidophile, baumarme oder -freie Zwergstrauchheiden mit Heidekraut (Calluna vulgaris) als Hauptbestandsbildner auf mageren, sauren und trockenen Böden. Weiter lesen

Foto: Trockene Zwergstrauchheide mit Heidekraut (Calluna vulgaris) im FFH-Gebiet Woltersdorfer Heide nördlich Wittenberg-Lutherstadt (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Subkontinentales peripannonisches Gebüsch
Subkontinentales peripannonisches Gebüsch

40A0* Subkontinentale peripannonische Gebüsche
Dieter Frank

Niedrige sommergrüne Gebüsche (Prunion fruticosae) wärmebegünstigter Lagen kontinentaler und submediterraner Prägung auf basenreichen oder silikatischen Böden. Weiter lesen

Foto: Subkontinentales peripannonisches Gebüsch. Die sehr niedrigen Steppenkirschen (Prunus fruticosa) sind an der weißen Blütenpracht zu erkennen. Hasenwinkel, 5.5.2006. (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Scharfer Mauerpfeffer und Frühblühender Thymian
Scharfer Mauerpfeffer und Frühblühender Thymian

6110 * Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (Alysso-Sedion albi)
*Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Dieter Frank

Die offene lückige Vegetation des Alysso-Sedion (Steinkraut-Mauerpfeffer-Gesellschaften) wird meist von einjährigen oder sukkulenten Arten beherrscht und kommt auf Felskuppen, Felsschutt und Felsbändern vor. Weiter lesen

Foto: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) und Frühblühender Thymian (Thymus praecox) auf einem Rogensteinpodest im FFH-Gebiet Ziegelrodaer Buntsandsteinplateau (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Kalkreicher Sandtrockenrasen mit Sand-Silberscharte
Kalkreicher Sandtrockenrasen mit Sand-Silberscharte

6120 *Trockene, kalkreiche Sandrasen
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Jens Stolle

Der LRT umfasst lückige, reichere Sandtrockenrasen mit Vorkommen subkontinental bis kontinental verbreiteter Arten auf Binnendünen und ebenen Sandstandorten, an sandig- anlehmigen Moränenanschnitten sowie auf sandig-grusig verwitternden Gesteinen. Weiter lesen

Foto: Kalkreicher Sandtrockenrasen mit Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) auf dem Lübser Heuberg im FFH-Gebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Mittelalterliche Kupferschieferhalde
Mittelalterliche Kupferschieferhalde

6130 Schwermetallrasen (Violetalia calaminariae)
Urs Jäger; Jens Stolle

Der LRT 6130 umfasst natürliche und halbnatürliche lückige bis relativ geschlossene Rasen auf schwermetallreichem Substrat meist älterer Abraumhalden des Bergbaus, auf natürlich oder anthropogen mit Schwermetallen kontaminiertem Flussschotter bzw. auf anstehendem schwermetallhaltigen Gestein (in Sachsen-Anhalt durch Bergbau nahezu vollständig vernichtet). Weiter lesen

Foto: Mittelalterliche Kupferschieferhalde des Mansfelder Landes im FFH-Gebiet
Kupferschieferhalden bei Hettstedt (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Kalk-Trockenrasen
Kalk-Trockenrasen

6210 Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) (*besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen)
*Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Dieter Frank

In den LRT 6210 waren ursprünglich die Subpannonischen Steppenrasen (LRT 6240) eingeschlossen. Im Rahmen der Anpassung der FFH-Richtlinie aufgrund der EU-Erweiterung im Jahre 1997 wurden diese jedoch separat gefasst. Weiter lesen

Foto: Kalk-Trockenrasen im FFH-Gebiet Tote Täler südwestlich Freyburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Nährstoffarme Bergwiese mit Borstgras und Arnika
Nährstoffarme Bergwiese mit Borstgras und Arnika

6230 * Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden
*Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Dieter Frank

Es wird unterschieden in geschlossene trockene bis frische Borstgrasrasen der höheren Lagen silikatischer Mittelgebirge (in Sachsen-Anhalt im Harz) und Borstgrasrasen der niederen Lagen (planar bis submontan). Weiter lesen

Foto: Nährstoffarme Bergwiese mit Borstgras (Nardus stricta) und Arnika (Arnica montana) im FFH-Gebiet Harzer Bachtäler (S. Ellermann, 1992)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Frühlings-Adonisröschen
Frühlings-Adonisröschen

6240 * Subpannonische Steppen-Trockenrasen
*Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Dieter Frank; Jens Peterson

Der LRT 6240 (Subpannonische Steppen-Trockenrasen) wurde im Rahmen der Anpassung der FFHRichtlinie aufgrund der EU-Erweiterung im Jahre 1997 separat gefasst. Ursprünglich war er im LRT 6210 Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) eingeschlossen. Weiter lesen

Foto: Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) auf einem Steppen-Trockenrasen mit Haar-Pfriemengras (Stipa capillata) im östlichen Harzvorland (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

6410 Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae)
Urs Jäger; Dieter Frank

Planare bis montane Pfeifengraswiesen kommen auf basen- bis kalkreichen sowie sauren, feuchten bzw. wechselfeuchten Standorten vor. Sie sind i.d.R. durch extensive einschürige späte Mahd (Streumahd) auf ungedüngten Standorten entstanden. Die Pfeifengraswiesen entwickeln sich aufgrund ihrer Nährstoffarmut im Gegensatz zu den gedüngten Feuchtwiesen erst spät im Jahr. Weiter lesen

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Planare Flussufersaumgesellschaft mit Gemeinem Blutweiderich
Planare Flussufersaumgesellschaft mit Gemeinem Blutweiderich

6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
Urs Jäger; Jens Stolle

Es werden Hochstaudenfluren feuchter bis nasser, meist eutropher Standorte nur an Gewässerufern und Waldsäumen der planaren, kollinen, submontanen und montanen Stufe zusammengefasst. Weiter lesen

Foto: Planare Flussufersaumgesellschaft mit Gemeinem Blutweiderich (Lythrum salicaria) (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Sibirische Schwertlilien
Sibirische Schwertlilien

6440 Brenndolden-Auenwiesen (Cnidion dubii)
Urs Jäger; Dieter Frank; Christian Bank

Wechselnasse Auenwiesen aus dem Verband Deschampsion cespitosae (Synonym Cnidion dubii), die vorwiegend eine subkontinentale Verbreitung haben und gewöhnlich Brenndolde (Cnidium dubium) enthalten. Weiter lesen

Foto: Sibirische Schwertlilien (Iris sibirica) auf einer nährstoffarmen, wechselfeuchten Wiese im Elbetal (K.-J. Hofer)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Frische Flachlandmähwiese mit Wiesen-Glockenblumen
Frische Flachlandmähwiese mit Wiesen-Glockenblumen

6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)
Urs Jäger; Jens Peterson; Christian Blank

Artenreiche, extensiv bewirtschaftete Mähwiesen des Verbandes Arrhenatherion elatioris (planar-kolline Frischwiesen), im Flach- und Hügelland vorkommend. Weiter lesen

Foto: Frische Flachlandmähwiese mit Wiesen-Glockenblumen (Campanula patula) und Scharfem Hahnenfuß (Ranunculus acris) (B. Winter-Huneck)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Feuchte Ausbildung einer Berg-Mähwiese
Feuchte Ausbildung einer Berg-Mähwiese

6520 Berg-Mähwiesen
Urs Jäger; Dieter Frank

Artenreiche, extensiv genutzte mesophile Bergwiesen der montanen bis submontanen Stufe mit Vegetation des Polygono-Trisetion (Gebirgs-Frischwiesen oder Goldhaferwiesen) in allen ihren regionalen Ausbildungsformen und Varianten. Weiter lesen

Foto: Feuchte Ausbildung einer Berg-Mähwiese im FFH-Gebiet Selketal und Bergmähwiesen bei Stiege im Harz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Extrazonale Vegetation eines Hochmoores
Extrazonale Vegetation eines Hochmoores

7110 * Lebende Hochmoore
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger

Der LRT umfasst unbeeinträchtigte und wachsende, d.h. fortlaufend organische Substanz akkumulierende, ausschließlich vom Niederschlagswasser gespeiste Moore in humiden Gebieten. Die Vegetation ist extrazonal, d.h. von Pflanzenarten geprägt, die ihre Verbreitungsschwerpunkte außerhalb der nemoralen Zone haben. Weiter lesen

Foto: Extrazonale Vegetation eines Hochmoores mit Rosmarinheide (Andromeda polifolia) und Scheidigem Wollgras (Eriophorum vaginatum) im FFH-Gebiet Hochharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Die Hydrologie des Hochmoores beeinträchtigender Stichgraben
Die Hydrologie des Hochmoores beeinträchtigender Stichgraben

7120 Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore
Urs Jäger

Ausschließlich vom Niederschlagswasser gespeiste Hochmoore, die anthropogen in ihrem Wasserhaushalt beeinträchtigt oder teilweise abgetorft, aber noch regenerierbar sind. Hochmoortypische Pflanzenarten sollten noch wesentliche Teile der Vegetation ausmachen und hochmoorfremde Arten noch keine Dominanzbestände bilden oder nur in Teilflächen vorhanden sein. Stadien mit zu starker, insbesondere flächiger Abtorfung und Entwicklungsstadien mit Einwanderung nitrophytischer Stauden sind nicht zu erfassen. Weiter lesen

Foto: Die Hydrologie des Hochmoores beeinträchtigender Stichgraben im FFH-Gebiet Hochharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Moor-Schlenke mit Rasiger Haarsimse
Moor-Schlenke mit Rasiger Haarsimse

7140 Übergangs- und Schwingrasenmoore
Urs Jäger

Übergangs- und Schwingrasenmoore des LRT sind Moore und Schwingrasen auf Torfsubstraten mit oberflächennahem oder anstehendem, oligotroph-saurem, teils dystrophem Grundwasser, die nie rein ombrogen sind. Sie müssen einen Moorkern aufweisen. Weiter lesen

Foto: Moor-Schlenke mit Rasiger Haarsimse (Trichophorum cespitosum) im FFH-Gebiet Hochharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Torfmoor-Schlenke
Torfmoor-Schlenke

7150 Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion)
Dieter Frank & Urs Jäger

Torfmoor-Regenerations- und Pionierstadien in Torfstichen und auf feuchten Sandböden mit Rhynchosporion albae-Gesellschaften. Natürlich auf frostbeeinträchtigten feuchten Sanden und geringmächtigen Torfen am Rande oligo- oder dystropher Stillgewässer. Weiter lesen

Foto: Torfmoor-Schlenke mit hellgrünen Beständen des Weißen Schnabelrieds (Rhynchospora alba) und rotbraunen Trupps des Sonnentau (Drosera rotundifolia und D. intermedia) im Jävenitzer Moor, 19.7.2006. (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Binsen-Schneide
Binsen-Schneide

7210 * Kalkreiche Sümpfe mit Cladium mariscus und Arten des Caricion davallianae
Urs Jäger; Jens Stolle

Der Lebensraumtyp umfasst Verlandungssümpfe über Kalkmudde und kalkreiche Sumpfstandorte mit der Röhricht-Assoziation des Cladietum marisci im Verlandungsbereich kalkreicher mesotropher Stillgewässer (Uferröhricht) bzw. in Verlandungszonen kalkreicher Sicker- und Sumpfquellen (z.B. am Rand von Durchströmungsmooren) des Flachlandes. Weiter lesen

Foto: Binsen-Schneide (Cladium mariscus) an einem kalkreichen Sumpfstandort (H. Herdam)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Kleiner Bestand von Palustriella commutata (Gemeines Starknervmoos)
Kleiner Bestand von Palustriella commutata (Gemeines Starknervmoos)

7220 Kalktuff-Quellen (Cratoneurion)
Dieter Frank & Urs Jäger

Zum Lebensraumtyp gehören Sicker-, Sturz- oder Tümpelquellen mit kalkhaltigem Wasser und Ausfällungen von Kalksinter und/oder Kalktuff in unmittelbarer Umgebung des Quellwasseraustrittes. Weiter lesen

Foto: Kleiner Bestand von Palustriella commutata (Gemeines Starknervmoos) wird von karbonatreichem Wasser berieselt. Die älteren Abschnitte der Moospflanzen sind mit einer Kalkkruste bedeckt. Nördlich Laucha, 29.10.2007. (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Kalkreiches Niedermoor
Kalkreiches Niedermoor

7230 Kalkreiche Niedermoore
Urs Jäger

Der LRT umfasst basen- und oft kalkhaltige, feuchte bis nasse Niedermoore mit Seggen- und Binsenvegetation sowie Sumpfmoosen oder zumindest Arten des Verbandes Caricion davallianae. Es sind Standorte mit anstehendem oder oberflächennah anstehendem Wasser. Weiter lesen

Foto: Kalkreiches Niedermoor im FFH-Gebiet Kalkflachmoor im Helsunger Bruch (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Silikatschutthalde
Silikatschutthalde

8150 Kieselhaltige Schutthalden der Berglagen Mitteleuropas
Urs Jäger; Jens Stolle

Zum LRT gehören natürliche und naturnahe hängige, festliegende bis schwach rutschende, waldfreie Schutt- und Blockhalden aus Silikatgestein, z.T. an trocken-warmen und größtenteils feinerdefreien Standorten sowohl in Sonn- als auch Schattlage. Die Silikatschutthalden sind oft reich an Farnen, Moosen und Flechten. Weiter lesen

Foto: Silikatschutthalde mit angrenzendem Hangschuttwald im Bodetal bei Thale (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Wimper-Perlgras (Melica ciliata)-Flur
Wimper-Perlgras (Melica ciliata)-Flur

8160 * Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Urs Jäger; Jens Stolle

Natürliche und naturnahe Schutthalden auf Kalkgestein mit Vorkommen charakteristischer Kalkschuttvegetation (Stipetalia calamagrostis), oft an trocken-warmen, skelettreichen Steilhängen vorkommend. Die Schutthalden in Sachsen-Anhalt sind allerdings überwiegend die Folge des Kalksteinabbaus. Weiter lesen

Foto: Wimper-Perlgras (Melica ciliata)-Flur auf einer Kalk-Schutthalde im FFH-Gebiet Forst Bibra (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Mauerraute
Mauerraute

8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation
Urs Jäger

Der LRT umfasst natürliche und naturnahe Felsen und Steilwände auf kalkreichem (zumindest basenreichem) Gestein (Muschel- und Devonkalk, Wissenbacher Schiefer, Zechsteingips usw.) mit Vorkommen charakteristischer Felsspaltenvegetation (Potentilletalia caulescentis) sowohl in Sonn- als auch Schattlage. Weiter lesen

Foto: Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) in einer Rogenstein-Felsspalte im FFH-Gebiet Ziegelrodaer Buntsandsteinplateau (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Silikatfelsen
Silikatfelsen

8220 Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation
Urs Jäger; Jens Stolle

Der Lebensraumtyp umfasst natürliche und naturnahe, für natürliche Waldfreiheit ausreichend hohe und steile Silikatfelsen ohne Bodenbildung sowie Felsspalten mit Vorkommen von charakteristischer Silikatfelsspaltenvegetation. Daneben sind auch Felsen und mächtige Blöcke in lichtem Wald eingeschlossen, soweit charakteristische Pflanzenarten vorkommen. Weiter lesen

Foto: Silikatfelsen im FFH-Gebiet Bodetal und Laubwälder des Harzrandes bei Thale (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Felsen-Goldstern
Felsen-Goldstern

8230 Silikatfelsen mit Pioniervegetation des Sedo- Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii
Urs Jäger

Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation, auf flachgründigen Felsstandorten und Felsgrus (Polytricho- Festucion pallentis) vorkommend, eingeschlossen sind auch Felsbandrasen sowie Silikatfelskuppen und -simse mit artenreichen Silikatflechtengesellschaften. Weiter lesen

Foto: Felsen-Goldstern (Gagea bohemica) auf flachgründigem Silikatgesteinsboden im FFH-Gebiet Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich von Halle (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Ausgedehnte Höhle im Zechsteingürtel des Südharzes
Ausgedehnte Höhle im Zechsteingürtel des Südharzes

8310 Nicht touristisch erschlossene Höhlen
Kerstin Reißmann

Felshöhlen, d.h. unterirdische Hohlräume einschließlich eventuell vorhandener Gewässer, die von spezialisierten und/oder endemischen Tierarten bewohnt sind. Für diesen LRT ist keine vegetationskundliche Zuordnung möglich, da außer Moosen und Algen im Eingangsbereich keine typische Vegetation und keine Pflanzengesellschaften auftreten. Weiter lesen

Foto: Ausgedehnte Höhle im Zechsteingürtel des Südharzes (K.-J. Fritz)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Hainsimsen-Buchenwald
Hainsimsen-Buchenwald

9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Der Verband der Hainsimsen-Buchenwälder lässt sich am besten von den übrigen Buchenwaldtypen abgrenzen. Es handelt sich um artenarme Buchenwälder z.T. mit Eichenbeimischung, stellenweise auch um standortbedingte Eichen-Buchenwälder sowie um Fichten-Buchenwälder, die von der planaren bis zur (hoch)montanen Stufe auf teilweise stark sauren Böden verbreitet sind. Weiter lesen

Foto: Hainsimsen-Buchenwald auf einer ausgehagerten Kuppe des FFH-Gebietes Buntsandstein- und Gipskarstlandschaft bei Questenberg im Südharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Als Keimbett dienendes Totholz in einem Waldmeister-Buchenwald
Als Keimbett dienendes Totholz in einem Waldmeister-Buchenwald

9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Gutwüchsige krautreiche, aber straucharme Buchen- sowie Buchenmischwälder, die auf gut bis sehr gut nährstoffversorgten Böden mit relativ ausgeglichenem Wasserhaushalt gedeihen. Die Baumschicht wird durch die Vorherrschaft der Rotbuche (Fagus sylvatica) bestimmt, jedoch steigt im Übergangsbereich zum Mitteldeutschen Trockengebiet der Eichenanteil, es gesellen sich Hainbuche und Linde hinzu. Weiter lesen

Foto: Als Keimbett dienendes Totholz in einem Waldmeister-Buchenwald im FFH-Gebiet Buntsandstein-und Gipskarstlandschaft bei Questenberg im Südharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

9140 Mitteleuropäischer subalpiner Buchenwald mit Ahorn und Rumex arifolius (Aceri-Fagetum)

Die hochmontan bis subalpin verbreiteten Wälder sind die am höchsten steigende Laubwaldgesellschaft Mitteleuropas. Rotbuche und Bergahorn sind gleichrangige Hauptbaumarten. Der LRT 9140 beschränkt sich in ST auf Reliktvorkommen im Harz. Die Standorte sind durch sickerfeuchte, skelettreiche Böden in Nebellagen mit hohem Niederschlag und Kaltluftströmen gekennzeichnet. Diese klimatische Sonderstellung führt zu einem nebelwaldartigen Habitus, der durch epiphytische Moose und Flechten unterstrichen wird. Die artenreiche Krautschicht verbindet charakteristische Elemente unterschiedlicher Laubwaldgesellschaften, wobei montane Hochstaudenfluren kühl-feuchter Standorte dominieren. Weiter lesen (ergänzt: 2015)

Bleiches Waldvöglein
Bleiches Waldvöglein

9150 Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Das Cephalanthero-Fagion besiedelt Hänge der Gips- und Kalkgebiete des Unterharzes, der Harzvorländer, des Südharzrandes sowie des Unstrut-Trias-Landes. Die in diesem Verband zusammengefassten Wälder können nach ökologischen Gesichtspunkten als Trockenbuchenwälder bezeichnet werden. Weiter lesen 

Foto: Bleiches Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) in einem Orchideenbuchenwald im FFH-Gebiet Tote Täler südwestlich Freyburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Eichen-Hainbuchenwald
Eichen-Hainbuchenwald

9160 Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Eichen-Hainbuchenwald (Carpinion betuli)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Die wüchsigen Stieleichen-Hainbuchen-Mischwälder besiedeln die für Rotbuchen (Fagus sylvatica) ungeeigneten Standorte und sind wie die Traubeneichen-Hainbuchenwälder früher häufig als Nieder, Mittel- oder Hudewälder genutzt worden. Es treten Komplexbildungen mit Hartholzauenwäldern, frischen Buchenwäldern sowie Feuchtgrünland auf. In bestimmten Fällen können die Stieleichen-Hainbuchenwälder auch sekundär aus Buchenwäldern frischer Standorte hervorgegangen sein. Weiter lesen

Foto: Eichen-Hainbuchenwald im FFH-Gebiet Untere Muldeaue (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Frühjahrsaspekt in einem durchforsteten winterlindenreichen Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald mit wenig Unter und Altholz
Frühjahrsaspekt in einem durchforsteten winterlindenreichen Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald mit wenig Unter und Altholz

9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald Galio-Carpinetum
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Mesophile wüchsige Eichen-Linden-Hainbuchenwälder z.T. mit Rotbuche (Fagus sylvatica) sind vorwiegend im Mitteldeutschen Trockengebiet zu finden. Die Strauchschicht ist artenreich und oft gut ausgebildet, die Feldschicht ist von anspruchsvollen Kräutern und Gräsern geprägt. Typisch sind relativ licht- und wärmeliebende Arten. Oft ist noch eine Mittelwaldstruktur zu erkennen. Weiter lesen

Foto: Frühjahrsaspekt in einem durchforsteten winterlindenreichen Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald mit wenig Unter und Altholz im NSG "Pfaffenbusch" im östlichen Harzvorland (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Spitzahorn-Linden-Blockschuttwald
Spitzahorn-Linden-Blockschuttwald

9180 * Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

In diesem prioritären Lebensraumtyp sind Edellaubholz-Mischwälder vorrangig mit Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior), Berg-Ulme (Ulmus glabra) und Winter-Linde (Tilia cordata) auf Sonderstandorten wie Schluchten, an Steilhängen sowie auf Hang- bzw. Blockschuttstandorten zusammengefasst worden. Sie sind sehr selten und in Sachsen-Anhalt weitestgehend auf den Bereich der unteren bis mittleren Berglagen des Harzes beschränkt. Weiter lesen

Foto: Spitzahorn-Linden-Blockschuttwald im FFH-Gebiet Bodetal und Laubwälder des Harzrandes bei Thale (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Bodensaurer Eichenwald
Bodensaurer Eichenwald

9190 Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen mit Quercus robur
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Die bodensauren, in der Regel schlecht- bis mäßigwüchsigen Eichen- bzw. Eichen-Birken-Mischwälder besiedeln die für Rotbuchen (Fagus sylvatica) sowie für anspruchsvollere Waldgesellschaften zu armen und z.T. zu feuchten Standorte. Die Wälder wurden früher als Nieder-, Mittel- oder Hudewald genutzt. Der Lebensraumtyp ist weitestgehend buchenfrei und enthält häufig beide Eichenarten. Weiter lesen

Foto: Bodensaurer Eichenwald nördlich von Haldensleben (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Fichtenmoorwald
Fichtenmoorwald

91D0 * Moorwälder
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Dieser prioritäre Lebensraumtyp ist von lichten Birken- oder seltener Nadelwäldern auf feuchten bis nassen Torfstandorten der planaren bis hochmontanen Stufe geprägt. Eine Strauchschicht ist allenfalls spärlich ausgebildet. In der Feldschicht dominieren Zwergsträucher und hygrophile Moose, insbesondere Torfmoose. Weiter lesen

Foto: Fichtenmoorwald im FFH-Gebiet Hochharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Quellig durchsickerter Auenwald mit Schwarz-Erle
Quellig durchsickerter Auenwald mit Schwarz-Erle

91E0 * Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Teil: Erlen- und Eschenwälder an Fließgewässern (Alno-Padion)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

In diesem prioritären Lebensraumtyp sind verschiedene Verbände bzw.Waldtypen zusammengefasst worden. Das sind zum einen die fließgewässerbegleitenden Erlen- und Eschenauenwälder sowie quellig, durchsickerte Wälder mit Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior) in Tälern oder an Hangfüßen, die dem Verband Alno-Padion (Syn. Alno-Ulmion) angehören und zum anderen die Weichholzauenwälder des Flach- und Hügellandes, die in dem Verband Salicion albae zusammengefasst worden sind. Weiter lesen

Foto: Quellig durchsickerter Auenwald mit Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) im Südharz bei Piskaborn
(B. Winter-Huneck)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Silberweiden-Auenwald
Silberweiden-Auenwald

91E0 * Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)
* Prioritär zu schützender Lebensraum
Teil: Weichholzauenwälder an Fließgewässern (Salicion albae)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

In dem prioritären Lebensraumtyp Auenwälder mit Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior) sind verschiedene Verbände bzw. Waldtypen zusammengefasst worden. Zum einen die fließgewässerbegleitenden Erlen- und Eschenauenwälder sowie quellige, durchsickerte Wälder mit Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior) in Tälern oder an Hangfüßen, die dem Verband Alno-Padion angehören, und zum anderen die Weichholzauenwälder des Flach-, und Hügellandes, die in dem Verband Salicion albae zusammengefasst worden sind. Weiter lesen

Foto: Silberweiden-Auenwald mit reichlicher Naturverjüngung an der Alten Elbe im Stadtgebiet Magdeburgs im FFHGebiet Elbaue zwischen Saalemündung und Magdeburg (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Eichen-Ulmen-Auenwald
Eichen-Ulmen-Auenwald

91F0 Hartholzauenwälder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior oder Fraxinus angustifolia (Ulmenion minoris)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Strukturreiche und gut wüchsige Eschen-Ulmen-Stieleichenwälder im Auenbereich der Elbe, Havel, Mulde, Saale, Bode, Schwarzen Elster, Weißen Elster, Luppe, Unstrut sowie weiterer Flüsse von der planaren bis zur submontanen Stufe. Die periodisch überfluteten Auenwaldbereiche weisen i.d.R. einen höheren Anteil der Ulmenarten (Ulmus spec.) und des Feld-Ahorns (Acer campestre) auf. Weiter lesen

Foto: Eichen-Ulmen-Auenwald während des Frühjahrshochwassers im FFH-Gebiet Elbaue Steckby-Lödderitz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

Von Rentierflechten geprägte Bodenvegetation im Flechten-Kiefernwald
Von Rentierflechten geprägte Bodenvegetation im Flechten-Kiefernwald

91T0 Mitteleuropäische Flechten-Kiefernwälder
Frank Meysel, Birgitte Billetoft & Dieter Frank

Dieser artenarme Lebensraumtyp erhält durch die absolute Vorherrschaft der Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) in der Baumschicht sowie einen hohen Deckungsgrad an Strauchflechten in der Feldschicht seine Prägung. Weiter lesen 

Foto: Von Rentierflechten (Cladonia portentosa) geprägte Bodenvegetation im Flechten-Kiefernwald. Kalbescher Werder bei Vienau, 19.7.2007. (D. Frank)

veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land
Sachsen-Anhalt"

Montaner Fichtenwald
Montaner Fichtenwald

9410 Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (Vaccinio-Piceetea)
Birgitte Billetoft; Brünhild Winter-Huneck; Jens Peterson; Wolfgang Schmidt

Dieser Lebenraumtyp umfasst die natürlichen bzw. naturnahen Fichtenwälder innerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes der Gemeinen Fichte (Picea abies). Er ist in Sachsen-Anhalt an die hochmontane bis subalpine Höhenstufe des Harzes gebunden. Aufgrund der Standortbedingungen sind säureertragende Zwergsträucher, Gräser und Moose in der Feldschicht häufig anzutreffen. Weiter lesen

Foto: Montaner Fichtenwald mit Naturverjüngung und Totholz im FFH-Gebiet Hochharz (S. Ellermann)

veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

"Tierarten und phytoparasitische Pilze der Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie" (285 KB)
LRT: 1340*, 2310, 2330, 3150, 3160, 3180*, 3270, 4030, 6110*, 6120*, 6130, 6210, 6230*, 6240*, 6410, 6430, 6440, 6510, 6520, 7110*, 7120, 7140, 7210*, 7230, 8150, 8160*, 8210, 8220, 8230, 8310, 9110, 9130, 9150, 9160, 9170, 9180*, 9190, 91D0*, 91E0*, 91F0, 9410
veröffentlicht in: 39. Jahrgang 2002; Sonderheft; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

"Tierarten und Großpilze der Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie" (99 KB)
LRT: 3130, 3140, 3190, 4010, 40A0*, 7150, 7220, 91T0
veröffentlicht in: 44. Jahrgang 2007; Heft 2; der Reihe "Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt"

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Letzte Aktualisierung: 04.11.2015

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