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Oranienbaumer Heide

Größe: 5.169 ha
Codierung: LSG0072___
Kreisfreie Stadt: Dessau-Roßlau (DE)
Landkreis: Wittenberg (WB)
Verordnung: Landkreis Wittenberg v. 26.06.2001 (Amtsbl. f. d. Reg.-Bez. Dessau. - 9(2001)8 v. 01.08.2001, S. 105) (108 KB, nicht barrierefrei) Die Verordnung gilt auch für die Anteile im ehem. Landkreis Anhalt-Zerbst und für die Anteile der kreisfeien Stadt Dessau-Roßlau.
Karte: (630 KB, nicht barrierefrei)
© GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, [010312]
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Kurzbeschreibung
Das LSG liegt in der Landschaftseinheit Dübener Heide und breitet sich vom Nordrand der pleistozänen Hochfläche der Dübener Heide bis auf die Niederterrassen der Oranienbaumer Heide des Urstromtals der Elbe aus. Es erstreckt sich von Möhlau im Süden über Jüdenberg im Südosten, Sollnitz und Kleutsch im Westen bis zur B 185 zwischen Dessau-Mildensee und Oranienbaum.
Im Zentrum des LSG liegt das NSG „Mittlere Oranienbaumer Heide“, das im Ergänzungsband "Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts"  beschrieben ist (s. S. 169).
Das Landschaftsbild des LSG wird von ausgedehnten, geschlossenen Waldbereichen sowie Offenlandbiotopen, u. a. mit Heiden und Pioniergesellschaften, bestimmt. Dabei bilden die Wälder einen geschlossenen Ring um die Offenlandflächen im Kern des Gebietes. Diese Struktur ist durch die vormalige militärische Nutzung der Oranienbaumer Heide bedingt. Durch relativ schnelle Gehölzentwicklung auf den nicht genutzten Offenlandflächen wird dieser Zustand zunehmend verändert.
Die Waldflächen werden überwiegend von Kiefernforsten bestimmt. Kleinflächig treten aber auch naturnähere Eichen-Hainbuchenwälder, Pfeifengras-Eichenwälder und in Niederungen Erlen-Eschenwälder und Erlenbruchwälder auf.
Das Gebiet dient der Erhaltung und Wiederherstellung der ökologischen Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und der Nutzungsfähigkeit der Schutzgüter sowie der Bewahrung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes einschließlich der Förderung der landschaftsbezogenen Erholungsnutzung. Das Gebiet wurde in Zonen untergliedert, die der Sicherung differenzierter Schutzzwecke dienen. Dazu zählen insbesondere die Erhaltung und Entwicklung von naturnahen Pflanzengesellschaften in ihren Sukzessions- und Altersphasen mit gegliederten Randbiotopen wie Waldmänteln und Staudenfluren, aber auch die Erhaltung und Pflege offener und halboffener Heiden, Magerrasen und Vorwaldstadien. Kleingewässer, Feucht- und Nasswiesen sowie ungestörte Uferbereiche größerer Abgrabungsgewässer und kleinerer Fließgewässer sollen gesichert werden. Landschaftsgliedernde Strukturen wie Feldgehölze, Hecken, Alleen und Baumreihen sind zu erhalten und zu entwickeln.
Dem LSG kommt eine besondere Rolle als Pufferbereich für das NSG „Mittlere Oranienbaumer Heide“ zu. Es stellt einen weitflächigen, unzerschnittenen Landschaftsraum dar.

Letzte Aktualisierung: 31.07.2019

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