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Der meteorologische Sommer 2026 aus klimatischer Sicht und die Bedeutung für die erneuerbaren Energien

Einordnung von Temperatur, Niederschlag, Sonnenscheindauer, sowie ein Überblick zur Auslastung von Wind- und Solaranlagen.

Der Sommer 2026 war in Sachsen-Anhalt der fünftwärmste und fünftsonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Einen neuen Hitzerekord mit 41,8 °C brachte der Juni in Sachsen-Anhalt und damit auch einen neuen Deutschlandrekord. Die Niederschlagssumme blieb klar unterhalb des langjährigen Mittelwertes, mit regional großen Unterschieden. 

Der sehr hochdruckdominierte Sommer 2026 bescherte den Solaranlagen eine sehr hohe Auslastung. Einige schwachwindige Phasen während der Hitzewellen wechselten sich mit vielen windreichen Phasen ab, sodass auch Windenergieanlagen gut ausgelastet waren.

Juni

Ein Monat der einen Platz in den Geschichtsbüchern bekommt, war der Juni 2026. Dabei gestaltete sich die erste Monatshälfte noch vergleichsweise kühl und wechselhaft, geprägt durch einen Tiefdruckkomplex über der Nordsee und Skandinavien. Doch zur Monatsmitte stellte sich die Großwetterlage grundlegend um. Ein kräftiges Hochdruckgebiet etablierte sich über West- und Mitteleuropa und führte zu einer Hitzewelle mit mehreren aufeinanderfolgenden Heißen Tagen (Tage mit Tageshöchsttemperaturen von mindestens 30,0 °C). Das Hochdruckgebiet wanderte zum Ende des Monats langsam nach Osten und machte den Weg frei für extrem heiße Luft aus dem Norden Afrikas, die über das Mittelmeer und Frankreich nach Deutschland und Sachsen-Anhalt geführt wurde. So kam es nicht nur in Sachsen-Anhalt und Deutschland, sondern auch in Frankreich, Benelux, Tschechien und Polen zu neuen Rekordtemperaturen. So wurden über zwei Tage hinweg Temperaturen in Sachsen-Anhalt gemessen, wie es sie in Sachsen-Anhalt seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 noch nicht gegeben hat. Allein 10 Wetterstationen erreichten am 27.06.2026 mehr als 40 °C, drei Stationen sogar mehr als 41,0 °C. Die heißeste Station an jenem Tag war Möckern-Drewitz mit 41,8 °C. Damit wurde nicht nur der Temperaturrekord aus Sachsen-Anhalt vom 20.07.2022 mit 40,0 °C deutlich überboten, sondern in Sachsen-Anhalt auch ein neuer Rekord für ganz Deutschland aufgestellt. Der alte Deutschlandrekord stammte vom 25.07.2019 aus Duisburg-Baerl und Tönisvorst mit je 41,2 °C. Außerdem wurden erstmals bereits im Juni in Deutschland und Sachsen-Anhalt die 40 °C gemessen. Normalerweise treten die höchsten Temperaturen erst während der Hundstage von Mitte Juli bis Mitte August auf.

Mehr als 40 °C wurden nicht nur am 27.06. in Sachsen-Anhalt gemessen, sondern in Bernburg sogar zwei Tage in Folge registriert. Denn auch am 28.06. wurden dort erneut 40,0 °C aufgezeichnet. Die Tageshöchsttemperaturen vom 27. und 28.06. an Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind in untenstehender Tabelle zu finden. Aber auch an den Stationen des Lufthygienischen Überwachungssystems Sachsen-Anhalt (LÜSA) wurden am 27.06. vielfach über 40 °C gemessen. Am heißesten war es dabei an der Messstation in Halle am Landesamt für Umweltschutz mit 43,9 °C. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Stationen nicht nach den hohen Anforderungen des DWD messen.

Nicht nur die Intensität der Hitze, sondern auch die Andauer war so zeitig im Jahr höchst ungewöhnlich. Vom 18.06. bis 30.06., also binnen 13 Tagen, wurden in Bernburg und Zeitz 10 Heiße Tage registriert. In Möckern-Drewitz konnten sogar 5 Tage mit mehr als 35 °C gemessen werden. In Wittenberg, Köthen, Genthin und Bernburg waren es vier Tage. Entsprechend hoch und langanhaltend war auch die Hitzebelastung für die Menschen in Sachsen-Anhalt. Dies war auch den sehr hohen Temperaturen in den Nächten geschuldet, da die Temperaturen nachts nicht mehr unter die 20 °C-Marke absanken. Besonders warm war die Nacht zum 28.06., in der die Temperatur in Zeitz nicht unter 26,1 °C zurückging, aber auch in Osterfeld mit 24,6 °C oder in Möckern-Drewitz mit 24,2 °C wurden noch nie so warme Tiefsttemperaturen gemessen. Die Entwicklung zeigt sich dann auch in der Monatsmitteltemperatur, die mit 19,9 °C die vierthöchste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 war. Damit betrug die Abweichung zur Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 3,7 K und auch im Vergleich zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 war es 3,0 K wärmer. Wärmer war der Juni nur in den Jahren 1889, 1917, 2019 und 2021.

Tageshöchsttemperaturen am 27.06. und 28.06.2026 in Sachsen-Anhalt an Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes. Auswahl entsprechend den Stationen mit 40 °C oder mehr am 27.06. Datenquelle: Deutscher Wetterdienst
Wetterstation Tageshöchsttemperatur am 27.06. Tageshöchsttemperatur am 28.06.
Möckern-Drewitz 41,8 °C 39,5 °C
Seehausen 41,4 °C 36,2 °C
Genthin 41,3 °C 38,5 °C
Bernburg 40,9 °C 40,0 °C
Demker 40,9 °C 37,1 °C
Gardelegen 40,8 °C 36,4 °C
Huy-Pabstorf 40,3 °C 36,0 °C
Köthen 40,1 °C 39,0 °C
Magdeburg 40,1 °C 36,7 °C
Wittenberg 40,1 °C 39,3 °C

Die hochdruckdominierte zweite Monatshälfte zeigt sich auch beim Monatsniederschlag, der mit 44,7 mm im Flächenmittel von Sachsen-Anhalt nur 71,2 % des Niederschlags der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 erreichte. Auch im Vergleich zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 war der Juni mit 80,5 % trockener als üblich. Dabei gab es regional große Unterschiede. Während im Süden und Osten des Landes vielfach nicht einmal 50 % der üblichen Niederschlagsmenge registriert werden konnte, war es vom Harz bis in die Altmark deutlich feuchter. Der trockenste Ort war Loburg mit 15,1 mm Niederschlag bzw. 28,4 % gegenüber der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990, dagegen war Diesdorf mit 105,9 mm bzw. 165,2 % zur Klimareferenzperiode die feuchteste Station in Sachsen-Anhalt. Dazu hat besonders ein kräftiges Gewitter am 29.06. beigetragen, dass allein 42,0 mm Niederschlag brachte.

Durch die Hochdruckphase schien auch über mehrere Tage die Sonne, sodass sich auch im Juni die Phase sehr sonniger Monate seit Februar ungehindert fortsetzen konnte. Mit 263,4 Sonnenstunden wurden 128,6 % der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 118,2 % zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 erreicht. 

Juli

Der Juli 2026 startete mit einer wechselhaften und relativ kühlen Phase bestimmt durch ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien. Zur Monatsmitte folgte von Großbritannien her ein Hochdruckgebiet, dass sich über Nordeuropa langsam nach Osten verlagert. Dadurch wurden warme Luftmassen aus Osteuropa nach Sachsen-Anhalt geführt, sodass es einige Heiße Tage gab. Es folgten, durch zunehmenden Tiefdruckeinfluss über Nord- und Mitteleuropa, erneut kühlere und wechselhafte Tage vom 18.07. bis 24.07. In der Folge verlagerte sich der Schwerpunkt des Tiefdruckeinflusses wieder Richtung Osteuropa und machte somit erneut den Weg für sehr heiße Luftmassen aus Südwesteuropa nach Sachsen-Anhalt frei machte. So stieg die Temperatur am 30.07. auf deutlich über 35 °C an. In Bernburg konnte mit 40,5 °C erneut die 40 °C-Marke überschritten werden. Somit wurde erstmals in Sachsen-Anhalt in einem Jahr in zwei verschiedenen Monaten mehr als 40 °C gemessen. Gleichzeitig markiert dieser Wert die höchste Julitemperatur in Sachsen-Anhalt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Auch an mehreren Messstationen des LÜSA konnten erneut knapp über 40 °C aufgezeichnet werden. Besonders viele Heiße Tage gab es dabei im Süden des Landes, beispielsweise in Köthen mit 10 Tagen von mindestens 30 °C. Räumlich zeigt sich dabei ein leichtes Gefälle mit einem etwas weniger warmen Nordosten und einem wärmeren Südwesten in Sachsen-Anhalt. Insgesamt ergibt sich eine Monatsmitteltemperatur für den Juli von 19,5 °C. Dieses lag damit um 1,9 K über dem Monatsmittel der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 und um 0,5 K über dem der Klimaperiode von 1991 bis 2020.

Beim Niederschlag zeigte sich ein sehr inhomogenes Bild für Sachsen-Anhalt. Durch wiederholte Schauer und Gewitter gibt es lokal enorme Unterschiede in den Niederschlagssummen. Als Beispiel sei der Vergleich zwischen Hettstedt und Aschersleben-Mehringen aufgezeigt: Während in Aschersleben mit 100,0 mm Niederschlag 219,3 % des Niederschlags der Klimareferenzperiode fielen, waren es im nahegelegenen Hettstedt nur 20,0 mm, was 41,8 % der Klimareferenzperiode entspricht. Ausschlaggebend war in diesem Fall ein heftiges Gewitter am 17.07., dass in Ascherleben 65,6 mm Niederschlag brachte. Diese Unterschiede mitteln sich natürlich über die Fläche von Sachsen-Anhalt, sodass sich für das gesamte Bundesland ein Wert von 48,9 mm Niederschlag ergibt. Damit war der Monat zu trocken und erreichte gegenüber der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 93,7 % und im Vergleich zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 68,5 %.

Insgesamt war der Juli in Sachsen-Anhalt durch den überwiegenden Hochdruckeinfluss zu sonnig. Mit 253,4 Sonnenstunden wurden im Vergleich zur Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 122,5 % gemessen. Nutzt man das Klimamittel von 1991 bis 2020 als Vergleichsbasis wurden 112,6 % erreicht.

August

Das hochsommerliche Wetter vom Juli 2026 setzte sich auch im August bis zur Monatsmitte fort, auch wenn es wiederholt sehr kurze Einbrüche gab. Immer wieder wurden Heiße Tage registriert, aber auch Tage mit Temperaturen über 35 °C traten auf. Zwei solcher Tage wurden in Quedlinburg und Bernburg aufgezeichnet. Die höchste Temperatur des Monats konnte am 15.08. in Köthen mit 36,7 °C gemessen werden. In der zweiten Monatshälfte nahm der Tiefdruckeinfluss zu, das Wetter gestaltete sich wolkiger und wechselhafter und die große Hitze kam nicht erneut nach Sachsen-Anhalt zurück. Dennoch blieb es weiterhin sommerlich, teils konnte nochmal die 30-Grad-Marke überschritten werden. Für den Gesamtmonat ergibt sich somit eine Monatsmitteltemperatur von 19,7 °C, welche damit um 2,5 K über der Referenzperiode von 1961 bis 1990 lag. Im Vergleich zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 1,0 K.

Gerade die erste Monatshälfte des Augusts war sehr trocken und auch in der zweiten Monatshälfte sorgten Schauer und Gewitter für nicht flächendeckenden Niederschlag. Besonders trocken was es dabei in der breiten Landesmitte, während im äußersten Süden und Teilen der Altmark mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel gemessen werden konnte. So fielen in Zeitz mit 88,5 mm Niederschlag 147,8 % der üblichen Niederschlagssumme, während in Schollene nur 15,9 mm (30,2 %) und in Schönhausen 16,0 mm (24,8 %) vom Himmel fielen und entsprechend diese die trockensten Orte im Land waren. Die Niederschlagsmenge im Flächenmittel Sachsen-Anhalts betrug im August lediglich 38,2 mm. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 nur 64,7 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 lediglich 66,1 % erreicht. Wie bereits in den beiden Vorjahren ist der August viel zu trocken verlaufen.

Die erste Monatshälfte war nicht nur sehr trocken, sondern auch sehr sonnenscheinreich. Das spiegelt sich entsprechend in der Sonnenscheindauer des Monats wider, die bei 252,6 Sonnenstunden lag. Damit erreichte der August 2026 127,4 % der Sonnenscheindauer der Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 und 119,3 % im Vergleich zur Klimaperiode von 1961 bis 2020.

Sommer

Betrachtet man den gesamten Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August, dann ergibt sich ein Temperaturmittel für die Fläche Sachsen-Anhalts von 18,7 °C. Dieses liegt 1,8 K über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 0,6 K über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Dies ist vor allem dem warmen, sehr hochsommerlichen, Juni geschuldet. In Summe konnten im Süden und Osten an mehreren Wetterstationen zwischen 12 und 17 heiße Tage erreicht werden, während es andernorts meist nur zwischen 4 und 12 waren. Sommertage verteilten sich recht gleichmäßig über das Land. Entsprechende Tage mit mindestens 25 °C kamen 40- bis 52-mal vor. Tropennächte, also Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 °C fallen, traten fast gar nicht auf. Ausnahme bildete der Brocken, auf dem drei Tropennächte registriert werden konnten.
Über den Sommer hinweg fielen im Gebietsmittel 151,3 mm Niederschlag in Sachsen-Anhalt. Dies entspricht 87,0 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 81,9 %. Der Niederschlag war aber räumlich sehr ungleichmäßig verteilt. So war Weißenfels-Wengelsdorf mit 94,5 mm bzw. 53,9 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 die trockenste Station in Sachsen-Anhalt, während Schollene in der Altmark mit 232,3 mm 132,0 % der von 1961 bis 1990 üblichen Niederschlagssumme gefallen sind. 

Über den gesamten Sommer von Juni bis August schien die Sonne in Sachsen-Anhalt 704,0 Stunden. Dies entspricht im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 115,4 % und zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 106,7 %. Dabei konnte der sehr sonnige Juni den trüben Juli gut ausgleichen.

Der Sommer 2025 aus Sicht der erneuerbaren Energien

In dieser Analyse erfolgt eine ausschließliche Betrachtung der erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung, deren kurzfristige Erzeugung durch meteorologische Bedingungen beeinflusst sind, also Windenergie und Photovoltaik.

 

Bisher wurden in den Witterungsberichten Grafiken auf Basis der Stromeinspeisung der erneuerbaren Energien für den Bereich des Netzbetreibers 50Hertz gezeigt, der das Gebiet von Ostdeutschland und Hamburg umfasst. Da diese Daten nicht die spezifische Situation in Sachsen-Anhalt darstellen und die Einspeisecharakteristik durch zunehmenden Eigenverbrauch, Speichernutzung und zum Teil auch netzbedingte Abregelung erneuerbarer Energien stärker technisch geprägt wird, werden diese Daten nicht mehr zur Bewertung herangezogen. In den letzten Jahren wurde deutlich, dass der Zusammenhang zwischen installierter Leistung und Netzeinspeisung weniger eindeutige Rückschlüsse erlaubt.

Dabei ist der zunehmende Grad an Eigenverbrauch ein Faktor. Aber auch der prägnante Ausbau von Batteriespeichern in den vergangenen Jahren auf eine Speicherkapazität von über 780 MWh in Sachsen-Anhalt (Stand: 31.12.2025) führt in den meisten Fällen zu einer Verlagerung der Einspeisestatistik, sodass ein nennenswerter Anteil des Photovoltaikstroms tagsüber gespeichert und später genutzt bzw. eingespeist wird. Aus Daten zur Netzeinspeisung lässt sich daher in abnehmendem Maße auf die zum jeweiligen Zeitpunkt realisierte Erzeugung schließen.

 

Im Sommer haben Solarenergieanlagen aufgrund des Sonnenstandes und der Tageslänge in der Regel eine größere Auslastung als Windenergieanlagen. Im Winter tritt der gegenteilige Effekt auf, sodass Windenergieanlagen eine größere Auslastung haben. Somit ergänzen sich Windenergie und Photovoltaik im Jahresgang. Der Herbst sowie der Frühling markieren dabei den Übergang zwischen den vorherrschenden Erzeugungsarten.

Der Juni war zu Beginn noch durch Tiefdruckeinfluss über dem Ostatlantik dominiert. Entsprechend zeigten sich viele Wolken und reduzierten den Ertrag von Photovoltaikanlagen, während dank kräftigem Westwind die Windenergieanlagen gute Erträge erzielen konnten. In der zweiten Monatshälfte drehten sich die Verhältnisse um, da dank der anhaltenden Hochdruckwetterlage vielfach ungebremst die Sonne schien, aber der Wind im Hochdruckgebiet nur sehr schwach wehte.

Eine weitere Hochdruckwetterlage zeigte sich zur Monatsmitte des Julis, die sich ebenfalls durch sehr sonnenscheinreiches, aber windschwaches Wetter auszeichnete. In der ersten und letzten Monatsdekade war es hingegen unter Tiefdruckeinfluss wechselhafter und bewölkter, dafür wehte der Wind wieder kräftiger, sodass sich das Verhältnis der Ausbeute wieder umkehrte.

Im August übernahm der Hochdruckeinfluss wieder das Zepter und präsentierte sich bis zur Monatsmitte sehr sonnenscheinreich. Gleichzeitig war aber auch der Wind an einzelnen Tagen spürbar, sodass es an jenen Tagen sowohl bei der Photovoltaik, als auch bei der Windkraft hohe Ausbeuten gab. In der zweiten Monatshälfte lag Sachsen-Anhalt im Bereich von Tiefdruckeinfluss von schwachen Tiefdruckgebieten in norddeutschen Raum oder über Mitteldeutschland mit nur geringen Luftdruckgegensätzen. Dadurch waren nicht nur zahlreiche Wolken unterwegs, sondern auch der Wind nicht besonders kräftig, sodass hier bei beiden Quellen der erneuerbaren Energien von leicht geringeren Ausbeuten gegenüber den langjährigen Mittelwerten auszugehen ist. In der Gesamtbilanz wies allerdings auch der August eine deutlich überdurchschnittliche Ertragsausbeute für PV-Anlagen auf.  

Der Sommer war insgesamt der fünftsonnigste, entsprechend war die Ausbeute aus Photovoltaikanlagen auch in diesem Sommer sehr hoch. Auch bei den Windenergieanlagen zeigte sich über viele Wochen eine gute Ausbeute, während nur wenige Wochen durch schwachwindige Phase geprägt waren. Somit ist der Sommer 2026 aus Sicht der Erzeugung aus erneuerbaren Energien insgesamt sehr positiv zu bewerten.

Klima, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Umweltallianz

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
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