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Lärmminderungsplanung

Vordringliches Ziel der EU-Richtlinie 2002/49/EG ist es, gesundheitsschädliche Auswirkungen einschließlich Belästigungen auf den Menschen infolge von Umgebungslärm durch einheitliche europäische Standards und Konzepte zu verhindern, zu mindern oder vorzubeugen. Das Instrument der Lärmminderungsplanung verbunden mit den nachfolgenden gesetzlich festgelegten Maßnahmen trägt diesem Ziel Rechnung.   

  • Erstellung von strategischen Lärmkarten zur Belastungssituation auf Basis einheitlicher Bewertungsmethoden für Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen
  • Aufstellung von Lärmaktionsplänen, soweit erforderlich
  • Regelmäßige Evaluierung
  • Information der Öffentlichkeit über Umgebungslärm und seine Auswirkungen
  • Berichtspflichten an die EU-Kommission

Stufenmodell zur Umsetzung der Lärmminderungsplanung

Die Lärmminderungsplanung umfasst die Lärmkartierung, als wesentliche Grundlage, und die darauf aufbauende Lärmaktionsplanung. In Sachsen-Anhalt wurden erstmalig strategische Lärmkarten im Jahr 2007 und Lärmaktionspläne im Jahr 2008 (Stufe 1) erstellt. Seither erfolgte die Umsetzung beider Ebenen durch ein im Fünfjahresrhythmus zyklisches Stufenmodell.

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Zuständigkeiten

Gemäß der Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Immissionsschutzes (Immi-ZustVO) sind in Sachsen-Anhalt Gemeinden und Kommunen für die Lärmkartierung/Lärmaktionsplanung an Hauptverkehrsstraßen verantwortlich.

Die Erstellung der Lärmkarten an Haupteisenbahnstrecken erfolgt durch das Eisenbahn-Bundesamtes (EBA).

Über die Lärmkartierung des Großflughafens Leipzig/Halle informiert das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

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Ergebnisse der Lärmminderungsplanung Stufe 3

Die Ergebnisse der Lärmminderungsplanung Stufe 3 in Sachsen-Anhalt liegen vor und können nachfolgend eingesehen werden

Lärmkartierung

Im Jahr 2017 erfolgte im Rahmen der Stufe 3 der Lärmkartierung eine Überprüfung der Aktualität der strategischen Lärmkarten für Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und dem Großflughafen Leipzig/Halle der Stufe 2 aus dem Jahr 2012.

Nachfolgend sind die aktuellen Kartierungsergebnisse aus dem Jahr 2017 aufgeführt. 

  1. Hauptverkehrsstraßen
  2. Haupteisenbahnstrecken
  3. Großflughafen Leipzig/Halle


Lärmaktionsplanung

Auf der Grundlage der Lärmkartierung im Rahmen der Stufe 3 im Jahr 2017 sind durch die besonders von Umgebungslärm betroffenen Gemeinden und Kommunen Aktionspläne zur Lärmminderung bis zum 18.07.2018 erarbeitet worden.

Eine Übersichtskarte zeigt, welche Gemeinde/Kommune zur Prüfung der Aufstellung eines Lärmaktionsplanes verpflichtet war.

Nachfolgend sind detaillierte Informationen und Ergebnisse zur Lärmaktionsplanung der Stufe 3 zusammengefasst:

  1. Gemeinden/Kommunen in Sachsen-Anhalt
  2. Ballungsräume Magdeburg und Halle
  3. Haupteisenbahnstrecken
  4. Großflughafen Leipzig/Halle  

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Gesetzliche Änderungen/Anpassungen in Umsetzung der Stufe 4 gegenüber der Stufe 3

Im Ergebnis an die Lärmminderungsplanung Stufe 3 ergeben sich für die Umsetzung der Stufe 4 EU-weit umfassende Änderungen bzw. Anpassungen:

  1. Verlängerung der Bearbeitungsfrist für die Lärmaktionsplanung
    Für die Aktualisierung der Lärmaktionspläne im Rahmen der Überprüfung und Überarbeitung wurde die Bearbeitungsfrist um ein weiteres Jahr auf nunmehr zwei Jahre verlängert. Neuer Stichtag für die Stufe 4 der Lärmaktionsplanung ist der 18.07.2024.
  2. Verwendung/Umsetzung einheitlicher Berechnungsverfahren
    Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2015/996 sind nunmehr EU-weit einheitliche Berechnungsverfahren für den Umgebungslärm anzuwenden. Nähere Informationen sind der EU-Richtlinie oder der LAU-Internetseite "Rechtliche Grundlagen" zu entnehmen.
  3. Einführung von Bewertungsmethoden für gesundheitsschädliche Auswirkungen
    Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2020/367 über die Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Lärmkartierung in nationales Recht werden Methoden zur Bewertung gesundheitlicher Auswirkungen von Umgebungslärm beschrieben und eingeführt. 

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Umsetzung der Lärmminderungsplanung Stufe 4

Überblick zur Stufe 4 der Lärmkartierung  

  1. Zeitplan
    Bis zum 30.06.2022 sind 106 Gemeinden in Sachsen-Anhalt sowie die Ballungsräume Halle und Magdeburg zur Umsetzung der Stufe 4 der EU-Lärmkartierung verpflichtet.
  2. Übersicht
    Die nachfolgenden Informationen zeigen die Gemeinden auf, für die strategische Lärmkarten an Hauptverkehrsstraßen aufzustellen sind.

Der dargestellte Kartierungsumfang wurde durch die von Seiten der Bundesanstalt für Straßenverkehrswesen (BASt) im Jahr 2021 veranlassten Hochrechnungen von zurückliegenden Straßenverkehrszähldaten bestätigt. Die Übersicht zu Gesamtkartierungslängen ist mithin für Sachsen-Anhalt verbindlich.

In Sachsen-Anhalt wurden EU-Lärmkarten an Hauptverkehrsstraßen mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.000 km erstellt.

Lärmkartierung 2022

Für die Lärmkartierung der Hauptverkehrsstraßen sind in Sachsen-Anhalt die Städte und Gemeinden zuständig. Ziel der Lärmkartierung ist es, die Belastung durch Umgebungslärm zu ermitteln, darzustellen und die Öffentlichkeit zu informieren. Die Ergebnisse der Lärmkartierung dienen als Grundlage der sich hieran anschließenden Lärmaktionsplanung. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshof (EuGH) muss jede zur Lärmkartierung verpflichtete Stadt/Gemeinde auch einen Lärmaktionsplan erstellen.

Auf Grundlage eines am 23.08.2021 unterzeichneten Rahmenvertrages zwischen dem Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt (SGSA) und dem LAU wurde den lärmkartierungspflichtigen Städten und Gemeinden (ausgenommen sind die beiden Ballungsräume Magdeburg und Halle) die Möglichkeit eröffnet sich an einer landesweiten zentralen Vergabe der EU-Lärmkartierung zu beteiligen. Die zentrale Vergabe der Leistung an einen Auftragnehmer erfolgte sowohl aus organisatorischen als auch  finanziellen Erwägungen. Nahezu alle der 106 lärmkartierungspflichtigen Städte und Gemeinden haben sich der zentralen Lärmkartierung angeschlossen. Am 16.12.2021 erfolgte die Bekanntmachung der EU-weiten Ausschreibung der Leistung „Lärmkartierung Hauptverkehrsstraßen Sachsen-Anhalt 2022“ in einem offenen Verfahren. Nach Prüfung und Beurteilung der eingegangenen Angebote erfolgte am 07.03.2022 die Zuschlagserteilung an die Möhler + Partner Ingenieure AG, Berlin. Ende September 2022 wurden den beteiligten Städten und Gemeinden die Ergebnisse der Lärmkartierung – bestehend aus Methodikbericht, Statischer Bericht und Präsentationsvorlage für eine Informationsveranstaltung – zur Verfügung gestellt. Die erforderlichen Informationen aus den Lärmkarten Sachsen-Anhalt sind bis zum 30.10.2022 dem Umweltbundesamt in digitaler Form mitzuteilen.

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist zuständig für die Ausarbeitung der Lärmkarten für Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes  mit einem Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr. In der aktuellen 4. Stufe hat das EBA allerdings das gesamte Netz der Eisenbahnen des Bundes kartiert. Damit werden in die Kartierung des Schienennetzes neben den etwa 17.000 kartierungspflichtigen Streckenkilometern weitere rund 16.000 Streckenkilometer, die nicht kartierungspflichtig sind, mit erfasst. Die Ergebnisse der 4. Stufe können in einem interaktiven Kartendienst unter dem Link https://geoportal.eisenbahn-bundesamt.de eingesehen werden.

Der Freistaat Sachsen übernimmt die Ausarbeitung von Lärmkarten für den Großflughafen Halle-Leipzig einschließlich der in Sachsen-Anhalt lärmbetroffenen Städte und Gemeinden.

Für die an der zentralen Lärmkartierung „Hauptverkehrsstraßen“ beteiligten Städte und Gemeinden werden nachstehende interne Unterlagen zur Einsichtnahme bzw. zum Download vorgehalten.

Ergebnisse der Lärmkartierung Stufe 4

Die Ergebnisse der Lärmkartierung Stufe 4 in Sachsen-Anhalt liegen vor und können nachfolgend eingesehen werden.

  1. Hauptverkehrsstraßen
  2. Haupteisenbahnstrecken

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Ansprechpartner

Immissionsschutz, Luftqualität, Physikalische Einwirkungen

Dr. Robin Sircar
Tel.: +49 345 5704 511
E-Mail an Herrn Dr. Sircar

Arnold Fuss
Tel.: +49 345 5704-540/542
E-Mail an Herrn Fuss