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Kleinkläranlagen

Kleinkläranlagen sind Abwasserbehandlungsanlagen für die Reinigung von häuslichem Abwasser, die für weniger als 8m3 Abwasserzufluss je Tag bemessen sind. Dies entspricht einem Anschlusswert von etwa 50 Einwohnerwerten (EW). Gewerbliches oder landwirtschaftliches Abwasser kann in Kleinkläranlagen gereinigt werden, wenn das Abwasser mit häuslichem Abwasser vergleichbar ist.

Hier können Sie die aktualisierte Form Nr. 5/2008 herunterladen:

Fachinformation Nr. 5/2008 (Dezentrale Abwasserbeseitigung mit Kleinkläranlagen, aktualisiert: Dezember 2012, pdf-Datei 1,8MB)

Kleinkläranlagenüberwachungsverordnung (KKAÜVO)

Auf Grundlage von § 78 Absatz 5 WG LSA hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die Verordnung zur Überwachung der Selbstüberwachung und Wartung von Kleinkläranlagen am 19.10.2012 erlassen.

Die Wasserbehörden stellen den Gemeinden Daten zu den vorhandenen Kleinkläranlagen, die in ein Gewässer einleiten, innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten dieser KKAÜVO sowie nach Erteilung oder Änderung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Verfügung. Wird von der zuständigen Wasserbehörde eine Anordnung gegen einen Kleinkläranlagenbetreiber getroffen, so informiert die Wasserbehörde die Gemeinde über die Anordnung sowie über deren Erledigung.

Die Gemeinden kontrollieren die Selbstüberwachung und Wartung von Kleinkläranlagen durch die Prüfung der Wartungsprotokolle. Die Gemeinde beanstandet Mängel oder Schäden und setzt dem Betreiber eine angemessene Frist zur Beseitigung des Schadens oder des Mangels. Wenn unbehandeltes Abwasser in ein Gewässer eingeleitet wird, informiert die Gemeinde die Wasserbehörde unverzüglich. Die Gemeinde übersendet der zuständigen Wasserbehörde für  vollbiologische und sonstige Kleinkläranlagen, aus denen in ein Gewässer eingeleitet wird, alle zwei Jahre einen Bericht, in dem die Ergebnisse der Überwachung zusammengefasst sind. Hinsichtlich vorhandener Kleinkläranlagen berichtet die Gemeinde erstmals bis zum 31. Dezember 2013, für nach Inkrafttreten dieser Verordnung errichtete Kleinkläranlagen erstmals innerhalb von einem Jahr nach der Inbetriebnahme der Anlage.

Der Betreiber einer Kleinkläranlage ist dazu verpflichtet, der Gemeinde die Errichtung, die wesentliche Änderung sowie Betreiberwechsel und Stilllegung einer Kleinkläranlage unverzüglich anzuzeigen und die Protokolle der Wartung innerhalb eines Monats nach der Wartung zu übermitteln. Mit Zustimmung des Betreibers der Kleinkläranlage können die Wartungsprotokolle auch durch den Fachkundigen, der mit der Wartung der Kleinkläranlage beauftragt wurde, der Gemeinde übersandt werden. Soweit die Übersendung durch den Fachkundigen erfolgt, kann eine elektronische Übermittlung verlangt werden. Der Betreiber der Kleinkläranlage ist verpflichtet, den beanstandeten Mangel oder Schaden innerhalb der festgesetzten Frist zu beheben und dies der Gemeinde anzuzeigen.

Das zuständige Ministerium hat mit dem Erlass zum Vollzug der Verordnung zur Überwachung der Selbstüberwachung und Wartung von Kleinkläranlagen (RdErl. KKAÜVO) Hinweise zum Vollzug der KKAÜVO und Regelungen über den Datenaustausch zwischen der Wasserbehörde und der Gemeinde getroffen.

Für den Datenaustausch zwischen Wasserbehörden und Gemeinden im Rahmen des Vollzuges der Kleinkläranlagenüberwachungsverordnung (KKAÜVO) wird den Wasserbehörden und den Aufgabenträgern die Datenaustauschplattform ProWa L zur Verfügung gestellt. Derzeit erfassen die Wasserbehörden alle Kleinkläranlagen und die dazugehörigen Daten in der zentralen Datenbank der Datenaustausch-plattform ProWa L. Damit werden den Gemeinden die notwendigen Daten in der Datenbank bereitgestellt.

Für die Gemeinden steht in Kürze die Arbeitsplatzversion der Datenaustausch-plattform ProWa L zur Verfügung, mit der auf die Daten der zentralen Datenbank zugegriffen werden kann. Die Software wird auf dieser Seite zum Download bereitgestellt. Die Arbeitsplatzversion für die Aufgabenträger erhält die notwendigen Daten zu den Kleinkläranlagen bei der Erstanmeldung über eine integrierte E-Mail Schnittstelle von der zentralen Datenbank. Die Gemeinden haben die Mitarbeiter zu benennen, die für den Datenaustausch und die Berichterstattung zuständig sind. Diese Mitarbeiter erhalten vom LAU die Anmeldeinformationen zugesandt. Die Gemeinde hat die Daten der Mitarbeiter in der Excel-Tabelle "Abforderungen Zugangsdaten Gemeinden" einzutragen und an das LAU zu übersenden.

Eigenüberwachungsverordnung (EigÜVO)(pdf-Datei 735 KB)

Kleinkläranlagenüberwachungsverordnung (KKAÜVO) (pdf-Datei 44 KB)

Erlass zum Vollzug der Verordnung zur Überwachung der Selbstüberwachung und Wartung von Kleinkläranlagen (RdErl. KKAÜVO) (pdf-Datei 188 KB)

Nach § 5 Abs. 2 KKAÜVO von der Wasserbehörde an die Gemeinde zu übergebende Daten (xlsx-Datei 17,4 KB)

Nach § 2 Abs. 5 KKAÜVO von der Gemeinde an die Wasserbehörden zu berichtende Daten (xlsx-Datei 16 KB)

Formular des Kontrollberichtes der Gemeinden an die Wasserbehörde (pdf-Datei 16 KB)

Abforderung Zugangsdaten Gemeinden (xlsx-Datei)

Die Arbeitsplatzversion der Datenaustauschplattform ProWa L für Gemeinden steht hier zum Download bereit: ProWa_Anlagenverwaltung (zip-Datei 8,4 MB)

Für die Installation von ProWa wurde die folgende Installationsanleitung mit Checkliste erarbeitet:

Check_ProWa_Aufgträger_UWB_Datum.docx (docx-Datei 37 KB)

Nutzen Sie die Installationsanleitung mit Checkliste, um eine fehlerfreie Installation zu erhalten, sowie die Systemumgebung und den Installationsverlauf für weitere Serviceanfragen zu dokumentieren.

Für den automatischen Datenaustausch stehen folgende Schnittstellen zur Verfügung:

ASCII Schnittstellenbeschreibung (pdf-Datei 47 KB)

XML Schnittstellenstruktur (pdf-Datei 35 KB)

Die Datenfeldbeschreibungen für die Schnittstellen ist der ASCII-Schnittstellenbeschreibung zu entnehmen.

Sofern Sie Fragen zu den Schnittstellen haben, wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller der Software ProWa L.

Letzte Aktualisierung: 20.06.2018