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10. Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt verliehen

v.l.n.r.: Prof. Dr. Armin Willingmann (Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt); Heiko Ryll (Stadtwerke Hettstedt), Frank Tallig (Bürgermeister Hettstedt), Henrik Linke (Stadtwerke Hettstedt); Dr. Sandra Hagel (Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt), Prof. Mathias Seitz (Hochschule Merseburg)

Stadtwerke Hettstedt GmbH für „Grüne Fernwärme Hettstedt“ ausgezeichnet

Unter dem Motto „Engagement im Umweltschutz – unternehmerisches Handeln für die Zukunft“ überreichte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute in der Industrie- und Handelskammer in Halle (Saale) den 10. Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Der mit 8.500 Euro dotierte Preis würdigt Unternehmen, bei denen wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz Hand in Hand gehen.

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist seit vielen Jahren ein starkes Bündnis für freiwilligen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften“, betonte Willingmann in seiner Festrede. „In Zeiten fortschreitenden Klimawandels wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Produkte und Geschäfte nachhaltig zu gestalten. Nachhaltigkeit wird ein echter Faktor für Wettbewerbsfähigkeit. Die Preisverleihung zeigt, wie viel Innovationskraft in unseren Unternehmen steckt. Während manche im politischen Raum Klimawandel negieren, ist die Wirtschaft längst weiter. Hier wird der Kopf nicht in den Sand gesteckt. Hier werden die Zukunftschancen gesehen.“

Aus den 19 Bewerbungen wählte eine Jury zunächst drei Finalisten aus. Diese konnten sich Anfang Mai persönlich den vier Jurymitgliedern präsentieren, die anschließend den diesjährigen Sieger bestimmten. Bewertet wurden dabei vor allem Innovationsgrad, Umweltwirkung und Übertragbarkeit.

Preisträger 2026: Stadtwerke Hettstedt GmbH

Die Stadtwerke Hettstedt GmbH überzeugte die Jury mit ihrem Projekt „Grüne Fernwärme Hettstedt“. Das Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Transformationsansatz, um das bisher fossil geprägte Fernwärmesystem der Stadt Hettstedt schrittweise auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umzustellen. Das Projekt ist modular aufgebaut und lässt sich an regionale und technische Gegebenheiten anpassen. Damit besitzt es Modellcharakter für die kommunale Wärmewende.

„Es gab etliche Bewerber mit überraschenden Ideen, die Entscheidung war nicht einfach.“ gibt Jury-Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. Mathias Seitz von der Hochschule Merseburg zu. „Am Beitrag der Stadtwerke Hettstedt GmbH hat uns der technologieübergreifende Ansatz in Kombination mit der Übertragbarkeit auf andere Kommunen am Ende überzeugt.“

Die weiteren Finalisten 2026:

Die Synthos Schkopau GmbH kam mit ihrer Entwicklung innovativer Synthesekautschuke in die engere Auswahl. Sie reduziert den Reifenabrieb und damit die so verursachte Mikroplastikbildung um bis zu 15 %.

Die Wittenberg Gemüse GmbH hatte sich mit ihrem integrierten Kreislaufkonzept im Gewächshausanbau beworben. Durch die Nutzung von Kohlendioxid und industrieller Abwärme eines benachbarten Betriebs, geschlossene Wasser- und Energiekreisläufe sowie regionale Wertschöpfung setzt das Unternehmen Maßstäbe für ressourcenschonende Lebensmittelproduktion.

Jury des Preises der Umweltallianz 2026:

  • Prof. Dr.-Ing. Mathias Seitz (Vorsitz), Hochschule Merseburg
  • Prof. Dr. Thomas Brockmeier, IHK Halle-Dessau
  • Marko Mühlstein, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA)
  • Dr. Christiane Röper, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU)

Videos der Finalisten

Weitere Informationen zum Preis der Umweltalianz

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt entstand 1999 als freiwillige Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der Wirtschaft, um eine umweltgerechte Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Das Bündnis steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und zählt derzeit 194 Mitgliedsunternehmen. Ziel ist es, freiwillige Umweltschutzleistungen, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen, stärker anzuerkennen und ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Die Umweltallianz versteht sich als Plattform für den Austausch zwischen ihren Mitgliedern und die Weitergabe von Wissen rund um den Umweltschutz. Workshops und Arbeitskreise bieten regelmäßig Gelegenheit, voneinander zu lernen und Erfahrungen zu teilen.