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Asiatische Hornisse: Ab Spätsommer nach Sekundärnestern Ausschau halten

Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt bittet Bürgerinnen und Bürger Beobachtungen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) zu melden und im Spätsommer und Herbst auf große Nester zu achten. Diese sogenannten Sekundärnester entstehen, wenn das im Frühjahr angelegte Gründungsnest für das wachsende Hornissenvolk zu klein wird und es in ein größeres Nest umzieht.

Sekundärnester sind meist sehr groß

Die Sekundärnester sind kugelig bis oval, etwa 60 bis 100 Zentimeter hoch und rund 50 bis 80 Zentimeter im Durchmesser. Sie hängen oft hoch in Bäumen, können aber auch an Gebäuden oder anderen geschützten Stellen vorkommen.

Um sie von den Nestern der einheimischen, geschützten Europäischen Hornisse (Vespa crabro) zu unterscheiden, hilft ein Blick auf den Nesteingang. Liegt dieser seitlich, so ist dies ein Hinweis auf die gesuchte gebietsfremde Art. Außerdem ist die Asiatische Hornisse ab der Dämmerungsphase nicht mehr aktiv, während Europäische Hornissen auch bei Dämmerung und Dunkelheit ein- und ausfliegen.

Nester in Baumkronen sind oft schwer zu entdecken. Reger Flugverkehr kann auf ein Nest hindeuten. Bei Sichtungen sollte man Abstand halten und das Nest keinesfalls selbst öffnen, beschädigen oder entfernen.

Beobachtungen bitte melden

Sichtungen der Tiere oder Nester können online über das Tierartenmeldeportal gemeldet werden. Ein Foto oder Video zur Überprüfung ist erforderlich. Bei kleineren Nestern sollte auch ein Bild der Hornisse eingereicht werden.

Zum Meldeportal.

Alle Meldungen werden vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt geprüft, das bei Bedarf andere Behörden informiert. Befindet sich ein Nest der Asiatischen Hornisse an einem Ort, an dem Menschen gefährdet sein könnten, wird der Landkreis über eine Entfernung entscheiden.

Asiatische Hornisse in Sachsen-Anhalt bisher selten

In Sachsen-Anhalt ist die Asiatische Hornisse selten. Von rund 150 eingereichten Verdachtsfällen erwiesen sich elf als Asiatische Hornisse, alle anderen zeigten einheimische Arten. Acht der elf Nachweise stammten dabei aus Colbitz. Weitere bestätigte Funde gab es in Beendorf, Wernigerode und in Tangerhütte im Ortsteil Bittkau.

Asiatische Hornissen erkennen

Im Gegensatz zu ihrer europäischen Verwandten hat die Asiatische Hornisse einen dunklen Körper mit schmalen gelben Binden auf dem Hinterleib. Auffällig sind die gelben Füße an den sonst dunkel gefärbten Beinen.