LSG Barleber und Jersleber See mit Elbniederung
Größe: 526,79 ha
Codierung: LSG0015MD_
kreisfreie Stadt: Magdeburg (MD)
Verordnung:
1964: Beschluß vom 07.12.1964 (PDF)
Bezirk Magdeburg
Hinweis: Der Ort Jersleben und der Jerslebener See befinden sich außerhalb des Gebietes, westlich von Wolmirstedt im Bördekreis im heutigen LSG0109BK „Ohre- und Elbniederung.
Das LSG wurde erstmalig durch den Beschluss des Rates des Bezirkes Magdeburg vom 07.12.1964 unter dem Namen „Barleber und Jersleber See mit Elbniederung“ mit einer Größe von 3548 ha ausgewiesen. Es lag auf Gebietsflächen der damaligen Kreise Magdeburg und Wolmirstedt.
Der Gebietsanteil des Kreises Wolmirstedt wurde 1994 durch den damaligen Ohrekreis (heutiger Bördekreis) mit einer Erweiterung neu verordnet, so dass das LSG0015OK_ „Barleber und Jersleber See mit Ohre- und Elbniederung“ entstand.
Im Jahre 2016 wurde das LSG durch den Bördekreis neuverordnet und in das LSG0109BK_“Ohre- und Elbniederung“ umbenannt.
Die Neuverordnung der außerhalb der Stadt Magdeburg liegenden Flächen reduzierte das im Jahre 1964 ausgewiesene LSG auf die Magdeburger Fläche, die nur noch 530 ha beträgt.
Die Neuverordnung für das auf den Flächen der Stadt Magdeburg liegende kleinflächige LSG0015MD_ „Barleber und Jersleber See mit Elbniederung“ durch die Stadt Magdeburg steht bis heute aus, so dass der Beschluss des Rates des Bezirkes Magdeburg von 1964 für dieses Teilstück des LSG bis dato Gültigkeit besitzt.
Der Begriff „Jerslebener See“ ist irreführend, da sich dieser See in dem neuverordneten Gebiet des LSG0109OK (heute LSG0109BK) befindet.
Die Seen Barleber See 1 und Barleber See 2 (sowie auch der Jersleber See) entstanden 1928- 1937 durch die Entnahme von Kies und Sand für die Aufschüttung der Dämme für den Mittellandkanal und die Autobahn A 2.
Eine technische Sehenswürdigkeit im LSG ist das Schiffshebewerk Rothensee, das die Verbindung zwischen dem Mittellandkanal und dem zur Elbe führenden Abstiegskanal herstellt. Es hat bei Mittelwasser einen Höhenunterschied von 15 m zu überbrücken.
Das Schiffshebewerk stellt eine technische Meisterleistung dar und ist nach der Fertigstellung des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg als technisches Denkmal erhalten geblieben.
Das Mittelelbegebiet sowie der Barleber See haben eine große Bedeutung als Zug- und Rastraum für ziehende Wasservögel.
Auffallend sind besonders die großen Schwärme nordischer Gänse (Saat- und Bläßgans), die vor allem auf den Barleber Wiesen, aber auch auf den Ackerflächen des Gebietes zur Nahrungsaufnahme einfallen.
Im Gebiet treten relativ regelmäßig folgende wertgebende Vogelarten auf:
Brutvögel: Drosselrohrsänger, Eisvogel, Graugans, Haubentaucher, Höckerschwan, Neuntöter, Rohrweihe und Teichrohrsänger.
Wintergäste/Rastvögel:
Bartmeise, Bergente, Blässgans, Eisvogel, Flussseeschwalbe, Gänsesäger, Graugans, Graureiher, Haubentaucher, Höckerschwan, Kolbenente, Kormoran, Krickente, Lachmöwe, Löffelente, Mittelmeermöwe, Ohrentaucher, Pfeifente, Prachttaucher, Reiherente, Rohrdommel, Rothalstaucher, Samtente, Schellente, Schnatterente, Seeadler, Silbermöwe, Silberreiher, Steppenmöwe, Sterntaucher, Stockente, Sturmmöwe, Tafelente, Teichhuhn, Trauerente, Tundrasaatgans, Wasserralle, Zwergsäger und Zwergtaucher.
Ca. 5% der Fläche des LSG befindet sich in der Erweiterung des EU -Vogelschutzgebietes 0011 „Elbaue Jerichow“.
Letzte Aktualisierung: 18.09.2026
