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Immissionen

Luftverunreinigungen können nicht nur direkt über den Luftweg Gesundheits- und Umweltschäden bewirken, sondern auch über den Austrag und die Ablagerung (Deposition) von Spurenstoffen aus der Atmosphäre auf Böden, in Gewässern oder auf Pflanzen. 

In Sachsen-Anhalt liegt die Zuständigkeit für die Überwachung und Beurteilung der Luftqualität beim Landesamt für Umweltschutz (Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Immissionsschutzes – Immi-ZustVO). 

Die stetige Kontrolle und Überwachung der Luftqualität (Immissionsmessungen) erfolgt durch das Luftüberwachungs- und Informationssystem Sachsen-Anhalt (LÜSA) des Landesamtes für Umweltschutz. Darüber hinaus besteht ein etabliertes Depositionsmessnetz.

Ergänzt werden diese Messungen durch spezielle Programme, wie z. B. Stichproben- oder orientierende Messungen mit dem Messfahrzeug und Passivsammlermessprogramme für Stickstoffdioxid.

Gesetzliche Grundlagen und Regelungen

Rechtsgrundlagen bilden

Einen Gesamtüberblick zu den Regelungen bietet die Internetseite des Luftüberwachungs- und Informationssystems Sachsen-Anhalt. 

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Messnetzkonzeption 2021

Die Messnetzkonzeption 2021 enthält aktuelle Informationen zum Landesmessnetz zur Überwachung der Luftqualität und der Deposition von Luftschadstoffen in Sachsen-Anhalt für das Jahr 2021. Darüber hinaus sind die Einsatzpläne des Luftmessfahrzeuges, für Netzunabhängige Probenahmesysteme (NUPS) und Passivsammler (NO2, NH3) enthalten.

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Luftüberwachungsmessnetz

Das Luftüberwachungssystem Sachsen-​Anhalt ist ein Mess- und Informationssystem zur kontinuierlichen Erfassung von Luftverunreinigungen im Land Sachsen-​Anhalt, das im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-​Anhalt (MULE) vom Landesamt für Umweltschutz betrieben wird.

Weitere Informationen

  1. Mess- und Informationssystem

  2. Messstandorte - Messnetz

  3. Aktuelle Luftmesswerte

  4. Fachpublikationen

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Depositionsmessnetz

In Sachsen-Anhalt werden bereits seit Beginn der 60er Jahre Stoffeinträge gemessen bzw. erfasst. Das aktuelle Depositionsmessnetz des Landes kann dadurch auf ein stationäres Messnetz mit nahezu unveränderlichen, über lange Zeiträume betriebene aber auch temporär wechselnde und anlassbezogene Messstandorte, Probenahmetechniken (Sammler) und Komponenten zurückgreifen.

Ziel der Depositionsmessungen ist es, aktuelle qualitätsgesicherte Umweltdaten bezüglich Staubniederschlag einschließlich Staubinhaltsstoffe, An- und Kationen, Dioxine und Furane flächendeckend und an Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) bereitzustellen.

Nachfolgend sind weitere Informationen zum Depositionsmessnetz und den Messungen eingestellt:

1. Überblick über das Depositionsmessnetz 2021

2. Komponentenspezifische Messungen und Auswertungen

3. Fachpublikationen

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Gesonderte Messprogramme

Passivsammlermessungen

1. Ermittlung von Stickstoffdioxidkonzentrationen (NO2)

Im Rahmen der Umsetzung der Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG sind umfangreiche Beurteilungen der Luftqualität hinsichtlich der Stickstoffdioxidbelastung erforderlich. Zu den ortsfesten automatischen Messeinrichtungen (LÜSA) bieten Passivsammler aufgrund des einfachen Handlings eine kostengünstige Alternativmethode. Sie dienen der orientierenden räumlichen Beurteilung und ermöglichen zusätzlich den Blick auf einzelne Belastungsschwerpunkte, die sich u.a. durch infrastrukturelle und verkehrliche Veränderungen ergeben können. Der Einsatz von Passivsammlern erfolgt gemäß DIN EN 16339.

2. Ermittlung von Ammoniakkonzentrationen (NH3)

Das Landesamt für Umweltschutz begann im Jahr 2020 mit dem Aufbau eines Messnetzes zur Ermittlung von Ammoniakkonzentrationen in der Luft über spezielle NH3-Passivsammler an insgesamt 7 Standorten in Sachsen-Anhalt.

Ergebnisse zu den Messungen liegen noch nicht vor.

Netzunabhängige Probenahmesysteme (NUPS)

Das Messprogramm dient als Ergänzung zu den automatischen Messungen (LÜSA) im Rahmen der Überwachung der Konzentrationswerte für den verkehrstypischen, an stark befahrenen Straßen, Straßenabschnitten oder Verkehrsknotenpunkten vorkommenden Ruß (Black Carbon), der zwar nicht grenzwertbelegt, aber gegenüber der Partikel PM10-Messung einen empfindlicheren Indikator für den Nachweis der lufthygienischen Wirkung von verkehrsregelnden Maßnahmen darstellt.

Die Messungen erfolgen mittels netzunabhängiger Probenahmesysteme.

Ausführliche Messergebnisse und Auswertungen sind den jeweiligen Immissionsschutzberichten zu entnehmen. 

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letzte Aktualisierung: 05.08.2021

Ansprechpartner

Immissionsschutz, Luftqualität, Physikalische Einwirkungen

Dr. Robin Sircar
Tel.: +49 345 5704 511
E-Mail an Herrn Dr. Sircar