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2. Besonders geschützte und streng geschützte Arten

Der gesetzliche Schutzstatus von Tierarten kann im Internet unter www.wisia.de vorzugsweise mit dem wissenschaftlichen Artnamen ermittelt werden. Einen Überblick über die Rechtsgrundlagen mit Beispielen für die besonders geschützten und für die zusätzlich streng geschützten Arten gibt die folgende Tabelle:

Beispiele
für besonders geschützte Arten

Beispiele für zusätzlich streng geschützte Arten

Rechtsgrundlage
         
         

Wolf, Braunbär, Wildkatze, Großkatzen (Fell), Elefant (Elfenbein), europäische Greifvögel und Eulen, Kleiner Gelbhaubenkakadu, Hellroter Ara, europäische Landschildkröten, alle Meeresschildkröten (Schildpatt, Leder, Fleisch), Heller Tigerpython und Baltischer Stör

Anhang A der EG-Verordnung
Nr. 338/97



Soweit nicht bereits in Anhang A aufgeführt: alle Affen, Papageien, Landschildkröten, Krokodile (Leder, Fleisch), Riesenschlangen (Leder) und Störe (Kaviar) sowie Pekari (Leder), Chamäleons, Baumsteigerfrösche, Grüner Leguan, Riesenmuscheln (Souvenir) und Korallen (Schmuck, Souvenir)

keine

Anhang B der EG-Verordnung
Nr. 338/97







Alle Fledermäuse, Europäischer Biber (Fell), Feldhamster (Fell), Europäische Sumpfschildkröte, Mauereidechse, Leopardnatter, Europäische Hornotter und Rotbauchunke

Anhang IV der FFH-Richtlinie 92/43/EWG
    

Alle europäischen Vogelarten (Eier, Federn, Fleisch) einschließlich deren Unterarten wie Blauer Dompfaff oder Graukopfstieglitz sowie die gleichzeitig dem Jagdrecht unterliegenden europäischen Wildtauben, Wildenten und Wildgänse

keine
(s. Anlage 1 BArtSchV)

Artikel 1 der Vogelschutz-Richtlinie 2009/147/EG 1







Soweit nicht schon in den vorstehenden Anhängen aufgeführt, die meisten nicht jagdbaren heimischen Säugetiere wie Maulwurf (Fell) und alle europäischen Reptilien sowie Amphibien

94 europäische Vogelarten z. B. Eisvogel, Weißstorch, Haubenlerche und Kiebitz,
Westliche Smaragdeidechse und Aspisviper

Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung
(BArtSchV)





1 Ausgenommen Arten, die schon in den Anhängen A oder B der EG-Verordnung Nr. 338/97 aufgeführt sind.

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"Anforderungen bei der Verwendung toter geschützter Tiere"

Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

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Informationen

Weitere Hinweise sind in den nachfolgenden Fachinformationen sowie unter Artenschutzrechtliche
Informationsschriften
zu finden.

Die Umsetzung des Internationalen Artenschutzes in Sachsen-Anhalt - Fachinformation Nr. 7/2006 (627 KB, nicht barrierefrei)

Tote geschützte Tiere in Sachsen-Anhalt Fachinformation Nr. 1/2015 (254 KB, nicht barrierefrei)

Informationen zum Artenschutz für den Zoofachhandel Fachinformation Nr. 3/2005 (524 KB, nicht barrierefrei)